Türkei veröffentlicht Drogenbericht: Methamphetamin auf Rekordniveau

Der von der Generaldirektion für Sicherheit veröffentlichte Drogenbericht 2024 für die Türkei macht auf einen Anstieg der Methamphetamin-Beschlagnahmungen um 35,5 Prozent aufmerksam.

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Die Abteilung für die Bekämpfung von Betäubungsmittelkriminalität der Generaldirektion für Sicherheit hat den Drogenbericht 2024 für die Türkei veröffentlicht. Der Bericht enthält detaillierte Informationen zu den Trends bei Drogenhandel und -konsum in der Türkei.

Besonders der deutliche Anstieg bei den Methamphetamin-Beschlagnahmungen erregte Aufmerksamkeit.

METHAMPHETAMIN AUF REKORDNIVEAU

Der Bericht zeigt, dass die Menge des beschlagnahmten Methamphetamins von 16 Tonnen und 210 Kilogramm im Jahr 2023 um 35,5 Prozent auf 21 Tonnen und 912 Kilogramm im Jahr 2024 gestiegen ist. Weltweit wurden hingegen 367 Tonnen Methamphetamin sichergestellt, was einem Rückgang von 7 Prozent gegenüber 2022 entspricht.

DRASTISCHER RÜCKGANG BEI HEROIN

Nach dem Verbot des Opiumanbaus durch die Taliban im April 2022 wurde in der Türkei ein drastischer Rückgang der beschlagnahmten Heroinmengen beobachtet. Während 2021 noch 22.202 Kilogramm Heroin sichergestellt wurden, sank diese Menge 2022 auf 7.972 Kilogramm und 2023 auf 3.314 Kilogramm.

ANSTIEG BEIM CANNABISANBAU

Im Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Cannabis-Beschlagnahmungen im Jahr 2023 um 23 Prozent auf 77,9 Tonnen gestiegen sind, während die Menge der beschlagnahmten Cannabispflanzen um 43,6 Prozent zunahm.

NEUE SYNTHETISCHE SUBSTANZEN

Der Bericht thematisiert auch die Sorgen um neue psychoaktive Substanzen (NPS) und betont, dass sich die Menge der im Jahr 2023 beschlagnahmten synthetischen Cannabinoide nahezu verdoppelt hat. Die Beschlagnahmungsmenge stieg von 1.056 Kilogramm im Jahr 2022 auf 1.994 Kilogramm im Jahr 2023.

Auch die Daten zu drogenbedingten Todesfällen im Bericht sind bemerkenswert. Im Jahr 2023 stiegen die drogenbedingten Todesfälle um 22 Prozent auf 300 an. Der Anteil der Todesfälle durch Methamphetamin stieg von 7,7 Prozent im Jahr 2017 auf 46,3 Prozent im Jahr 2023. Bei 53,5 Prozent der 185 Todesfälle durch den Konsum mehrerer Substanzen im Jahr 2023 wurde Methamphetamin nachgewiesen.