Türkei lässt beim NATO-Gipfel in Ankara nichts anbrennen: „Roter Alarm in der Hauptstadt“

Die Türkei bereitet sich auf eine der umfassendsten Sicherheitsoperationen ihrer Geschichte vor dem NATO-Gipfel 2026 vor, der am 7. und 8. Juli in Ankara stattfinden wird.

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Die Türkei bereitet sich auf eine der umfassendsten Sicherheitsoperationen ihrer Geschichte vor dem NATO-Gipfel 2026 vor, der am 7. und 8. Juli in Ankara stattfinden wird. Für den Gipfel, der vor dem Hintergrund eskalierender regionaler Risiken, insbesondere im Nahen Osten, stattfindet, werden mehr als 40.000 Sicherheitskräfte in der Hauptstadt im Einsatz sein, Luftverteidigungssysteme werden aktiviert und stadtweit werden Maßnahmen ergriffen, die nahezu einem Ausnahmezustand gleichkommen.

Während der Countdown für den strategischen Gipfel läuft, der das zweite NATO-Gipfeltreffen auf türkischem Boden sein wird, wird Ankara buchstäblich in eine hochgesicherte Festung verwandelt. Das Sicherheitsbudget und die logistischen Vorbereitungen für die Veranstaltung, an der neben den Staats- und Regierungschefs der NATO-Mitgliedstaaten auch zahlreiche internationale Delegationen teilnehmen werden, haben außergewöhnliche Ausmaße erreicht.

F-16 IM ALARMZUSTAND, DER HIMMEL WIRD VON LUFTVERTEIDIGUNGSSYSTEMEN ÜBERWACHT

Den von Bloomberg übermittelten Details des Sicherheitsprotokolls zufolge werden mehr als 40.000 Polizisten und Spezialkräfte in ganz Ankara und rund um den Präsidentenpalast eine Mauer aus Fleisch und Blut bilden. Die Maßnahmen gegen jegliche asymmetrische Bedrohung aus der Luft sehen wie folgt aus:

Kampfjets in Alarmbereitschaft: Während des Gipfels werden F-16-Kampfjets der türkischen Luftwaffe sowohl in der Luft als auch auf der Startbahn in höchster Alarmbereitschaft (Scramble) gehalten.

Einheimische Verteidigungsnetzwerke im Einsatz: Der Himmel über Ankara wird durch einheimische, mehrschichtige Luftverteidigungssysteme geschützt. An kritischen Punkten werden UAV- und Anti-Drohnen-Systeme stationiert.

KI-Überwachung mit 30.000 Kameras: Zusätzlich zu den bestehenden 30.000 städtischen Überwachungskameras in der Hauptstadt werden 100 neue High-Tech-Kameras an kritischen Standorten installiert, um ein integriertes KI-Überwachungsnetzwerk aufzubauen.

230-MILLIONEN-DOLLAR-SONDERLANDESPISTE FÜR DIE STAATSCHEFS

Es wird erwartet, dass etwa 6.000 Teilnehmer für den Gipfel nach Ankara kommen. Neben den NATO-Mitgliedstaaten, den indopazifischen Partnern, den Golfstaaten und ukrainischen Delegationen wird auch die Teilnahme des US-Präsidenten Donald Trump erwartet.

Um die Sicherheit der Staatschefs zu maximieren und das Risiko von Anschlägen im Stadtverkehr auf null zu senken, wurde eine Militärlandebahn in unmittelbarer Nähe des Präsidentenpalastes mit einem Budget von über 230 Millionen Dollar modernisiert. Die Flugzeuge ausländischer Staatschefs können direkt auf dieser Piste landen, sodass sie den Tagungsort erreichen können, ohne sich in den Stadtverkehr begeben zu müssen.

VERWALTUNGSURLAUB UND FLUGRESTRIKTIONEN IN ANKARA IM GESPRÄCH

Es wird erwartet, dass das Gouverneursamt von Ankara in der Gipfelwoche umfassende Verbote für alle Demonstrationen, Märsche und Proteste im gesamten Stadtgebiet erlässt. Um die zivile Dichte in der Hauptstadt zu verringern, werden zudem folgende Formeln diskutiert:

Esenboğa-Beschränkungen: An den Gipfeltagen werden strenge Beschränkungen für den kommerziellen und internationalen zivilen Flugverkehr am Flughafen Ankara-Esenboğa gelten.

Formel für Verwaltungsurlaub: Um den innerstädtischen Verkehr und die Menschenmengen auf ein Minimum zu reduzieren, wird ein zweitägiger Verwaltungsurlaub für Beamte in Ankara geprüft.

MARK RUTTE: „DIE ROLLE DER TÜRKEI IST ENTSCHEIDEND“

NATO-Generalsekretär Mark Rutte lobte in einer Erklärung vor dem Gipfel in Ankara die strategische und entscheidende Rolle der Türkei an der Südostflanke des Bündnisses. In einer Zeit, in der der Krieg die Weltwirtschaft beeinflusst, werden am Verhandlungstisch in Ankara Themen wie Verteidigungsausgaben, gemeinsame Kapazitäten der Verteidigungsindustrie und globale Sicherheit mit klaren Entscheidungen behandelt.