Türkei-Russland-Geldtransfers im Visier der USA: 'Strenge Kontrolle'

Seit Mitte September haben die USA begonnen, die Bankgeschäfte der Türkei mit Russland streng zu überwachen. Einer Quelle bei einer türkischen Staatsbank zufolge verwenden die USA in ihren Schreiben an die Banken eine scharfe Sprache und fordern eine strikte Kontrolle der Transaktionen.

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Es wurde berichtet, dass die USA seit Mitte September begonnen haben, die Bankgeschäfte der Türkei mit Russland streng zu überwachen. Einer Quelle bei einer türkischen Staatsbank zufolge verwenden die USA in ihren Schreiben an die Banken eine sehr scharfe Sprache und fordern eine strikte Kontrolle der Transaktionen.

Eine türkische Quelle, die in Ankara gegenüber der Nachrichtenagentur RIA sprach, gab an, dass insbesondere ständig Informationen über die Herkunft von Geldtransfers verlangt würden. 

Der Gesprächspartner der Agentur sagte: "Seit Mitte September haben die USA ihre Kontrollpolitik bei Bankgeschäften (mit Russland) wieder aufgenommen. Diese Politik hat in den an die Banken gesandten Schreiben einen drohenden Ton angenommen."

Dem Bericht von Türkrus zufolge hatte der russische Botschafter in der Türkei, Aleksey Yerhov, zuvor gegenüber RIA Novosti erklärt, dass Fälle, in denen Unternehmen, die am Transit von Waren nach Russland beteiligt sind, "unter Druck gesetzt" werden, bei türkischen Banken häufiger vorkommen und dass es zu Blockaden von Überweisungen sowie zur Schließung von Konten gekommen sei.

Diese Art von Kontrollen durch die USA wird als Teil des wachsenden Drucks aufgrund der finanziellen Beziehungen der Türkei zu Russland angesehen. Insbesondere die Fälle, in denen Bankkonten einiger türkischer Unternehmen, die den Warentransit nach Russland abwickeln, geschlossen und Geldtransfers blockiert wurden, haben zugenommen. Banken in der Türkei sehen sich gezwungen, angesichts der US-Sanktionen vorsichtiger zu agieren.

Außenminister Hakan Fidan hatte zuvor erklärt, dass im Falle eines möglichen Friedensverhandlungsprozesses zur Ukraine die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland auf die Tagesordnung kommen könnte. Die russische Seite argumentiert jedoch, dass sie dem Sanktionsdruck standhalten werde und dass dieser Druck langfristig nicht wirksam sein werde.