Türkei verhandelt mit Katar über gebrauchte Eurofighter-Jets
Es wurde behauptet, dass die Türkei Gespräche über den Kauf gebrauchter Eurofighter Typhoon-Kampfjets aus Katar führt. Berichten zufolge nahmen Verteidigungsminister Yaşar Güler und der Kommandeur der Luftwaffe, Ziya Cemal Kadıoğlu, an den Kontakten in Doha teil.
12punto
Es wurde behauptet, dass die Türkei Gespräche über den Kauf gebrauchter Eurofighter Typhoon-Jets aus Katar führt. Dem Bericht der im Nahen Osten ansässigen Nachrichtenseite Middle East Eye (MEE) zufolge wird davon ausgegangen, dass eine Einigung zwischen den beiden Ländern in Kürze erzielt werden könnte.
In dem Bericht heißt es, dass Verteidigungsminister Yaşar Güler und der Kommandeur der Luftwaffe, General Ziya Cemal Kadıoğlu, gestern in Doha mit Vertretern des katarischen Verteidigungsministeriums zusammengekommen seien, um den möglichen Kauf der Jets zu erörtern.
BEHAUPTUNG: „EINIGUNG STEHT BEVOR“
Regionale Quellen, die mit dem Thema vertraut sind, gaben an, dass die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern andauern und eine Einigung „nahe“ sei. Ein katarischer Beamter bestätigte, dass der Besuch von Güler und Kadıoğlu in Doha in diesem Rahmen stattgefunden habe.
EUROFIGHTER-VERKAUF BENÖTIGT ZUSTIMMUNG DES KONSORTIUMS
Für den möglichen Kauf der Jets ist die Zustimmung des Eurofighter-Konsortiums erforderlich, dem das Vereinigte Königreich, Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich angehören. Quellen, die gegenüber MEE sprachen, zufolge stehen die Konsortiumsmitglieder diesem Verkauf positiv gegenüber und betrachten die Türkei als potenziellen Käufer für Jets, die in Zukunft mit fortschrittlichen Radarsystemen des Typs Tranche 4 ausgestattet sein werden.
Die Türkei hatte im Juli mit dem Vereinigten Königreich ein vorläufiges Memorandum über den Kauf von 40 neuen Eurofighter-Jets unterzeichnet. Ankara empfand den angebotenen Preis jedoch als zu hoch, weshalb die Verhandlungen über die endgültigen Bedingungen fortgesetzt wurden.
Es wurde berichtet, dass Katar derzeit 24 Eurofighter Typhoon-Flugzeuge des Typs Tranche 3A aktiv nutzt und daher eine schnellere Lieferung an die Türkei ermöglichen könnte.
Diese Option zielt darauf ab, die Lücke in der Luftwaffenkapazität der Türkei teilweise zu schließen, die bis zur Inbetriebnahme des heimischen Kampfflugzeugs KAAN, das für Anfang der 2030er Jahre geplant ist, entstehen könnte.
„KONSORTIUM UNTERSTÜTZT DEN VERKAUF“
In dem Bericht wurde erklärt, dass das Eurofighter-Konsortium dem Verkauf positiv gegenüberstehe und die Türkei bei der Beschaffung fortschrittlicherer Jet-Modelle in Zukunft als „bevorzugter Kunde“ angesehen werde.