Türkisch-Sprachkrise bei Schild in Diyarbakır: Warnung an Gemeinde wegen Verdunkelung der türkischen Sprache
In Diyarbakır sorgte die Beleuchtung des Schildes der Gemeinde Kocaköy für Diskussionen, da der türkische Teil im Dunkeln gelassen und nur der kurdische Teil beleuchtet wurde. Nach den kritisierten Aufnahmen schaltete sich das Bezirksamt ein.
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Im Bezirk Kocaköy in Diyarbakır erregte es Aufmerksamkeit, dass bei dem Gemeindeschild lediglich der kurdische Teil beleuchtet wurde. Dass die Aufschrift „T.C. Kocaköy Belediyesi“ (Republik Türkei Gemeinde Kocaköy) im Dunkeln gelassen wurde, löste in der Öffentlichkeit des Bezirks Empörung aus.
Nachdem der Vorfall bekannt wurde, sandte das Bezirksamt Kocaköy ein offizielles Schreiben an die Gemeinde und forderte eine Korrektur der Situation.
OFFIZIELLE WARNUNG VOM BEZIRKSAMT
In dem vom Bezirksamt versandten Schreiben wurde daran erinnert, dass die Amtssprache der Republik Türkei Türkisch ist, und betont, dass das Schild in seinem derzeitigen Zustand gegen die Verfassung und die Gesetze verstößt.
Im Warnschreiben hieß es:
“Es wurde festgestellt, dass bei der Beleuchtung Ihres Gemeindeschildes die türkischen Ausdrücke (T.C. Kocaköy Belediyesi) ausgeschaltet, die nicht-türkischen Ausdrücke hingegen eingeschaltet sind. Die Sprache der Republik Türkei ist Türkisch. Sowohl das Gesetz Nr. 2709 (Verfassung) als auch das Gesetz Nr. 1353 schreiben die Verwendung des Türkischen durch öffentliche Einrichtungen vor. Es ist nicht möglich, die Verfassung und die Gesetze durch Beleuchtung oder Verdunkelung außer Kraft zu setzen.”
WARNUNG VOR „MÖGLICHER ERMITTLUNG“
In dem Schreiben wurde zudem darauf hingewiesen, dass die Verdunkelung, sollte sie auf einen technischen Defekt zurückzuführen sein, behoben werden müsse; sollte jedoch eine vorsätzliche Handlung vorliegen, sei die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen die Verantwortlichen zwingend erforderlich.