Türkische Investoren nach Ägypten, Flüchtlinge in die Türkei: Harte Kritik von Turhan Çömez (İYİ Parti) an der AKP-Wirtschaftspolitik

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der İYİ Parti, Turhan Çömez, kritisierte die Wirtschaftspolitik der Türkei sowie die Investitionsstrategien der Regierung und präsentierte dabei bemerkenswerte Daten. Laut Çömez hat die Zahl der in Ägypten tätigen türkischen Unternehmen die Marke von 1700 überschritten, während sich das Gesamtinvestitionsvolumen auf 3,5 Milliarden Dollar beläuft.

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Çömez wies darauf hin, dass in den letzten 6 Monaten 20 türkische Unternehmen in Ägypten investiert haben, wobei 19 dieser Unternehmen im Textilsektor und eines im Lebensmittelsektor tätig sind.

Unter Anführung von Beispielen für Investitionen in Ägypten betonte Çömez, dass die Ulusoy Tekstil, die in der Wirtschaftszone am Suezkanal eine Garn- und Spinnerei errichten wird, 855 Arbeitsplätze schaffen und 80 % ihrer Produktion exportieren werde. Es wurde darauf hingewiesen, dass ein bedeutender Teil der Exporte wieder in die Türkei erfolgen werde.

Es wurde bekannt gegeben, dass die Şirikçioğlu-Gruppe, die in derselben Region eine Denim-Fabrik errichten wird, 500 Ägyptern direkte Arbeitsmöglichkeiten bieten wird.

Çömez fasste die Situation mit den Worten zusammen: "Während die Flüchtlinge der Araber in die Türkei kommen, gehen die Investoren der Türken nach Ägypten." Er richtete sich gegen die AKP-Regierung und kritisierte die Ausrichtung und die Schieflage der Wirtschaftspolitik scharf mit den Worten: "Diejenigen, die sich am meisten über das 'Jahrhundert der Türkei' der AKP freuen, sind wohl die Araber."

*DIE RICHTUNG DER INVESTITIONEN UND DER ORT DER BESCHÄFTIGUNG HABEN SICH GEÄNDERT*

Diese Erklärungen aus dem Lager der İYİ Parti haben einmal mehr verdeutlicht, dass sich die türkische Industrie angesichts steigender Kosten und wirtschaftlicher Unsicherheit ins Ausland orientiert und das Interesse an Ländern wie Ägypten, wo billige Arbeitskräfte und Anreize attraktiv geworden sind, zunimmt. Experten warnen, dass die aus der Türkei abfließenden Investitionen langfristig die inländische Beschäftigung und das Produktionsgleichgewicht negativ beeinflussen könnten.