Türkische Lehrkräfte im Streik: Krise um ausländische Lehrkräfte
Am privaten italienischen Gymnasium in Beyoğlu bereiten sich türkische Lehrkräfte aufgrund von Ungerechtigkeiten bei Gehalt und Arbeitsbelastung im Vergleich zu ihren italienischen Kollegen auf einen Streik vor. Während die Schulgebühren steigen, bleiben die Lehrergehälter weit hinter den Erwartungen zurück.
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Türkische Lehrkräfte, die an einem privaten italienischen Gymnasium im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu tätig sind, haben aus Protest gegen das niedrige Gehaltserhöhungsangebot der Schulleitung und das eklatante Einkommensgefälle zu ihren italienischen Kollegen den Arbeitskampf aufgenommen. Aufgrund dieser Ungleichheit und Ungerechtigkeit haben die türkischen Lehrkräfte beschlossen, in den Streik zu treten.
VORWÜRFE: GEHALTSUNGLEICHHEIT UND HOHE ARBEITSBELASTUNG
Nach Angaben der Lehrkräfte erhalten die italienischen Kollegen mindestens das Fünffache des Gehalts ihrer türkischen Kollegen. Den vorliegenden Informationen zufolge beziehen italienische Lehrkräfte ein Gehalt von etwa 350.000 Lira, während den türkischen Lehrkräften ein Gehalt von rund 65.000 Lira angeboten wurde. Die Lehrkräfte geben an, dass trotz dieser Diskrepanz die als Zusatzbelastung empfundenen Aufgaben – wie Verwaltungsarbeiten, zusätzliche Verantwortlichkeiten und Elterngespräche – größtenteils dem türkischen Personal aufgebürdet werden.
SCHULGEBÜHREN GESTIEGEN, ABER LEHRERGEHÄLTER UNVERÄNDERT
Der Anstieg bei den Unterrichts- oder Anmeldegebühren ist bemerkenswert: Es wird berichtet, dass die Schulgebühren von „100.000 auf 545.000“ gestiegen sind. Demgegenüber wird betont, dass bei den Lehrergehältern keine „nennenswerte Verbesserung“ vorgenommen wurde. Die Lehrkräfte erklären, dass dieser Zustand sowohl den wirtschaftlichen Bedingungen als auch dem Gleichheitsgrundsatz widerspreche.
Die türkischen Lehrkräfte fordern von der Schulleitung sowohl eine angemessene Anhebung der Gehälter als auch den Abbau des Lohngefälles zu den italienischen Lehrkräften. Sie verlangen ein Ende der Wahrnehmung von „zwei verschiedenen Welten“ innerhalb derselben Schule.
SCHULLEITUNG SCHWEIGT
Bislang gab es vonseiten der Schulleitung keine Stellungnahme zu dem Thema. Die Pädagogen planen, ihre Proteste fortzusetzen, falls die geforderten Anpassungen nicht umgesetzt werden.