Türkischer Verband der Fotojournalisten: Wir akzeptieren diese rechtswidrige Entscheidung nicht

Der Türkische Verband der Fotojournalisten hat auf die Verhaftung von Fotojournalisten und Reportern reagiert, die während der Proteste und Demonstrationen in Saraçhane im Einsatz waren.

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In einer vom Verband veröffentlichten Erklärung heißt es:

WIR AKZEPTIEREN DIESE RECHTSWIDRIGE ENTSCHEIDUNG NICHT

Die Verhaftung von Fotojournalisten und Reportern, die während der Proteste und Demonstrationen im Anschluss an die in Istanbul geführten Ermittlungen im Einsatz waren, wegen des Vorwurfs des „Verstoßes gegen das Gesetz über Versammlungen und Demonstrationen“ ist eine rechtswidrige, gewissenslose und absolut inakzeptable Entscheidung. 

Fotojournalisten sind Zeugen der Ereignisse, nicht deren Subjekte oder Parteien. Fotojournalisten sind Journalisten, die die Wahrheit mit ihren Objektiven dokumentieren, das Geschehene in das gesellschaftliche Gedächtnis übertragen und im Namen der Öffentlichkeit arbeiten. Die von Fotojournalisten aufgenommenen Fotos sind Beweisdokumente. Ein Ereignis sowie die erlebten Freuden und Leiden im Namen der Gesellschaft mit einer Kamera zu dokumentieren, ist nur möglich, wenn man tatsächlich vor Ort ist. 

Diese Fotojournalisten haben das Ausmaß des Verrats beim heimtückischen Putschversuch vom 15. Juli dokumentiert. Sie haben den Schmerz, den das Land bei den Erdbeben in Marmara, Van und am 6. Februar erlebte, durch ihre Fotos in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Sie haben das menschliche Drama in Gaza der Welt verkündet. Sie drückten beim Sieg in Karabach und bei der Revolution in Syrien auf den Auslöser. Bei Hunderten solcher Ereignisse erfüllten sie ihre Aufgabe als stille Zeugen der Geschichte.

Wir akzeptieren keinesfalls, dass Fotojournalisten und Journalisten, die der Geschichte Beweise liefern, die stärker sind, als Worte es je könnten – heute wie gestern –, verhaftet werden, nur weil sie vor Ort waren, um ihre Arbeit zu verrichten. 

Wir erwarten, dass diese falsche Entscheidung, die weder mit dem universellen Recht noch mit dem öffentlichen Gewissen vereinbar ist, umgehend revidiert wird und unsere Kollegen sofort freigelassen werden. 

Journalismus ist kein Verbrechen

Türkischer Verband der Fotojournalisten