TÜİK gibt erstmals bekannt: Häufigste Straftaten in der Türkei sind Belästigung und Cyberkriminalität
Laut den Daten des Türkischen Statistikinstituts (TÜİK) für das Jahr 2025 stehen nicht-sexuelle Belästigung und Cyberkriminalität an der Spitze der am häufigsten vorkommenden Straftaten in der Gesellschaft, während die Stahltür zur grundlegendsten Sicherheitsmaßnahme der Bürger geworden ist.
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Das TÜİK hat die Ergebnisse der erstmals durchgeführten „Studie zur Kriminalitätsopferwerdung in der Türkei 2025“ veröffentlicht, die darauf abzielt, das gesellschaftliche Sicherheitsgefühl und die Kriminalitätsraten zu messen. Die persönlichen Befragungen von rund 18.000 Personen haben die Kriminalitätslandkarte der Türkei und die Schutzreflexe der Bürger offengelegt. Der Studie zufolge war die häufigste Form der Opferwerdung im letzten Jahr mit 4,6 Prozent die nicht-sexuelle Belästigung, gefolgt von Cyberkriminalität mit 3,5 Prozent und Verbraucherbetrug mit 2,8 Prozent. Raub und Fahrzeugdiebstahl rangierten am unteren Ende der Liste.
DAS SICHERHEITSREZEPT DER BÜRGER: STAHLTÜR UND KAMERA
Es zeigte sich, dass die Bürger zur Abwehr von Straftaten am häufigsten auf physische Maßnahmen zurückgreifen. 70,7 Prozent der Haushalte sichern sich mit gepanzerten oder Stahltüren ab, während in jedem dritten Haushalt eine Überwachungskamera vorhanden ist. Während Alarmanlagen und Spezialschlösser in den Städten ihre Beliebtheit beibehalten, fiel auf, dass die Bevölkerung in ländlichen Gebieten eher auf Wachhunde und Schusswaffen setzt. Betrachtet man die finanziellen Verluste, stehen elektronische Geräte mit 15,5 Prozent an erster Stelle der Ziele von Dieben, dicht gefolgt von Gold und Schmuck.
OPFER VON BELÄSTIGUNG MEIDEN JUSTIZBEHÖRDEN
Die erschütterndsten Daten des Berichts betreffen die Melderaten von Straftaten bei offiziellen Stellen. Während bei Fahrzeugdiebstählen 81,3 Prozent der Opfer zur Polizei gehen, sinkt die Melderate bei sexueller Belästigung auf 11 Prozent. Bei Fällen von nicht-sexueller Belästigung zeigt sich ein ähnliches Bild, das bei 14,7 Prozent verharrt. Dieses Bild verdeutlicht, dass Opfer gegenüber gerichtlichen Verfahren oder gesellschaftlichen Reaktionen zurückhaltend bleiben.