Tuncer Bakırhan: Das grundlegende Problem ist die Einengung auf eine einzige Identität
Während die Entscheidung der Terrororganisation PKK zur Auflösung in der Öffentlichkeit für Diskussionen sorgt, äußerte sich der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Bakırhan, bemerkenswert zu diesem Prozess.
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Die nach dem sogenannten Kongress der PKK verkündeten Punkte werden weiterhin auf der politischen Agenda diskutiert.
Während unterschiedliche Interpretationen hinsichtlich der Erwartungen der Terrororganisation geäußert werden, nahm der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Bakırhan, in einer Live-Sendung auf dem Kanal TV100 Stellung zur aktuellen Lage.
"MAN SOLLTE ES NICHT IN DIE LÄNGE ZIEHEN"
Zur Entscheidung über die Auflösung erklärte Bakırhan: "Man sollte den Prozess der Waffenabgabe nicht in die Länge ziehen.
Eine Verzögerung des Prozesses könnte Provokationen, Sabotageakte und das Eingreifen von Kräften nach sich ziehen, die dem Prozess negativ gegenüberstehen.
Es ist notwendig, diesen Prozess ohne Verzögerung zu einem Abschluss zu bringen."
Bakırhan erläuterte die Position seiner Partei zur Definition der Staatsbürgerschaft in der Verfassung wie folgt:
"Nicht alle 85 Millionen Menschen, die in der Türkei leben, sind Türken. Wir alle sind Bürger der Republik Türkei.
Das Blut unserer Großväter ist in Çanakkale vergossen worden.
In jedem Stein dieses Landes steckt der Schweiß unserer Großväter. Diese Geografie gehörte uns allen, und wir leben seit Jahrhunderten gemeinsam in diesem Gebiet.
Daher ist die Einengung aller Menschen auf eine einzige Identität eines der grundlegenden Probleme. Eine Definition, die alle Unterschiede miteinbezieht, wäre natürlich wünschenswert.“
Bakırhan wies den Vorwurf, eine Autonomie anzustreben, mit den Worten zurück: „Wenn wir Autonomie gewollt hätten, hätten wir das offen gefordert.“