Tuncer Bakırhan antwortet auf Behauptungen, er habe sich bei Bahçeli entschuldigt! Appell an die CHP bezüglich des 'Rechts auf Hoffnung'

Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, reagierte auf die Behauptungen, er habe nach seiner Rede in Nusaybin den MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli angerufen und sich entschuldigt. Bakırhan, der die CHP dazu aufrief, das 'Recht auf Hoffnung' zu unterstützen, erklärte: 'Das Recht auf Hoffnung sollte nicht nur als eine Regelung für eine einzelne Person gesehen werden, sondern als eine Maßnahme, die die Hoffnung auf sozialen Frieden in der Türkei stärken wird. Denn das Recht auf Hoffnung ist nicht nur eine rechtliche Regelung, sondern eine Maßnahme, die als Brücke beim Aufbau des sozialen Friedens dienen wird. Es könnte einer der wichtigen Beiträge der CHP zum Friedensprozess sein.'

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Der Ko-Vorsitzende der Partei für Gleichheit und Demokratie (DEM-Partei), Tuncer Bakırhan, äußerte sich zu den Behauptungen, er habe nach seiner Rede in Nusaybin den Architekten des zweiten Öffnungsprozesses, MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, angerufen und sich entschuldigt.

Der Chefredakteur von Independent Türkçe, Nevzat Çiçek, stellte Bakırhan Fragen, woraufhin dieser auf die in sozialen Medien und auf einigen Nachrichtenseiten verbreiteten Behauptungen einging.

BETONUNG AUF „KEIN GESPRÄCH STATTGEFUNDEN“

Bakırhan antwortete auf die Frage: „In den letzten Tagen wurde in sozialen Medien und auf einigen Nachrichtenseiten geschrieben, dass Sie Devlet Bahçeli angerufen und sich für Ihre Rede in Nusaybin entschuldigt hätten. Stimmt diese Nachricht? Haben Sie sich bei Herrn Bahçeli entschuldigt?“ wie folgt:

„Politik ist ohne Dialog nicht möglich; Gespräche und Gedankenaustausch sind die Grundlage der Politik. Wenn die Zeit und der Ort dafür gekommen sind, werden wir uns natürlich mit Herrn Bahçeli treffen. Das Land braucht Frieden, Demokratie und einen gemeinsamen Verstand. Für diesen Bedarf sind Kontakte und Gespräche prinzipiell möglich und sollten es auch sein. Allerdings hat in letzter Zeit kein Gespräch mit Herrn Bahçeli stattgefunden. Aber ein solches Gespräch wäre auf dem Weg zum Frieden nützlich. Wenn mit solchen operativen Nachrichten versucht wird, Verhandlungen und Dialoge zu verhindern, werden sie damit keinen Erfolg haben.“

WAS HATTE BAKIRHAN IN NUSAYBIN GESAGT?

Bakırhan hatte am Dienstag, dem 20. Januar, bei einer Fraktionssitzung seiner Partei im Bezirk Nusaybin in Mardin in Bezug auf den MHP-Vorsitzenden Bahçeli folgende Worte geäußert:

„Herr Devlet Bahçeli spricht vom ‚Gründervater der PKK‘, tut aber nicht das, was er sagt. Er sagt: ‚Jeder Zentimeter muss gesäubert, ausgetrocknet werden.‘ Bist du eine chemische Reinigung? Niemand kann die alteingesessenen Völker dieser Länder weder säubern noch austrocknen.“

AUFRUF AN DIE CHP ZUM „RECHT AUF HOFFNUNG“

Auf die Frage: „Die CHP verhält sich in einigen Themen, insbesondere beim ‚Recht auf Hoffnung‘, vorsichtiger. Wie bewerten Sie ihre Haltung zur Syrien-Frage? Wie finden Sie die Haltung der CHP in diesem Prozess?“ gab Bakırhan folgende Einschätzung ab:

„Die Haltung des CHP-Vorsitzenden Herrn Özgür Özel im Syrien-Prozess war wirklich wertvoll. Besonders in Tagen, in denen rassistische Äußerungen gegenüber Kurden zunahmen, war sein besonnener Ansatz ein Vorbild für die Politik. Wie wir bereits bei unserem Treffen mit ihm betont haben, ist diese Sprache genau das, was das Land braucht.

Der Beitrag der CHP zu diesem Prozess ist von lebenswichtiger Bedeutung und ihre bisherige besonnene Herangehensweise ist hoffnungsvoll. Die Erwartungen der Gesellschaft und die Aufgaben, die vor uns als Land liegen, sind klar. Jetzt ist es an der Zeit, konkrete Schritte im Bereich Demokratie und Recht zu unternehmen.

Das zweite Jahrhundert der Republik ist ein Aufruf zu historischer Verantwortung für die CHP. Als Gründungspartei des ersten Jahrhunderts kann die CHP im zweiten Jahrhundert durch mutige Beiträge zum Frieden die Republik auf demokratischem Boden dauerhaft machen. Dies ist nicht nur eine politische Entscheidung, sondern eine Mission, die die Geschichte uns allen und der CHP übertragen hat.

Das Recht auf Hoffnung sollte nicht nur als eine Regelung für eine einzelne Person gesehen werden, sondern als eine Maßnahme, die die Hoffnung auf sozialen Frieden in der Türkei stärken wird. Denn das Recht auf Hoffnung ist nicht nur eine rechtliche Regelung, sondern eine Maßnahme, die als Brücke beim Aufbau des sozialen Friedens dienen wird. Es könnte einer der wichtigen Beiträge der CHP zum Friedensprozess sein. Die CHP kann durch die mutigen Schritte, die sie in diesem Prozess unternimmt, zur tragenden Kraft des Prozesses werden. Wir glauben, dass sie die Besonnenheit und den Mut, die sie in der Syrien-Frage gezeigt hat, auch in diesem Prozess zeigen kann.“