TÜRK-İŞ reagiert auf MÜSİAD-Aussagen zum Mindestlohn

Der stellvertretende Vorsitzende von TÜRK-İŞ, Eyüp Alemdar, kritisierte die Äußerungen des IWF und von MÜSİAD zum Mindestlohn und wies auf die Wirtschaftskrise sowie die hohen Lebenshaltungskosten hin. Er forderte gesetzliche Regelungen, um neue Benachteiligungen durch die Unsicherheit bei den Rentenbezügen zu verhindern.

12punto

Der stellvertretende Vorsitzende von TÜRK-İŞ und Vorsitzende der Gewerkschaft Koop-İş, Eyüp Alemdar, gab eine schriftliche Erklärung zu den Themen Mindestlohn, Rentenbezüge und der Einstellung von Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst ab, in der er wichtige Botschaften übermittelte. Alemdar kritisierte die Äußerungen des IWF und von MÜSİAD zur Mindestlohnerhöhung und erklärte: "In unserem Land nehmen die Wirtschaftskrise und die Lebenshaltungskosten stetig zu."

'MINDESTLOHNANSTIEG IST NICHT DIE URSACHE DER INFLATION'

Alemdar wies darauf hin, dass sich die Diskussionen über den für 2025 festzulegenden Mindestlohn vor den Sitzungen der Mindestlohnkommission intensiviert hätten, und äußerte sich wie folgt:

"Die Äußerungen des IWF, dass 'der Mindestlohnanstieg die Inflation nicht anheizen sollte', und von MÜSİAD, dass 'die Mindestlohnerhöhung 25 Prozent nicht überschreiten sollte', stimmen nicht mit der Realität unseres Landes überein. In einer Zeit, in der die Wirtschaftskrise und die Lebenshaltungskosten rapide steigen, kann nicht ignoriert werden, dass insbesondere Mindestlohnempfänger unter ernsthaften Schwierigkeiten leiden. Solche Aussagen sind weit davon entfernt, die aktuellen Probleme der Bevölkerung zu verstehen, und sind inakzeptabel."

WARNUNG VOR UNSICHERHEIT BEI RENTENBEZÜGEN 

Alemdar machte zudem auf ein weiteres wichtiges Thema aufmerksam, das im Arbeitsleben gelöst werden müsse: Er erklärte, dass die Unsicherheit darüber, dass diejenigen, die 2025 in Rente gehen, im Vergleich zu den Rentnern des Jahres 2024 einen Rentenverlust von 35 Prozent erleiden könnten, ein großes Problem darstelle.

"Diese Unsicherheit hat das Potenzial, Millionen von Rentnern zu benachteiligen. Um eine neue Benachteiligung bei der Rente zu verhindern, müssen gesetzliche Regelungen so schnell wie möglich umgesetzt werden", betonte Alemdar und unterstrich die Notwendigkeit rascher Schritte in dieser Angelegenheit.