Über 200 Strafanzeigen aus dem Lager von İmamoğlu: Antrag bei der RTÜK gestellt
Die Anwälte des inhaftierten Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu haben bei der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft und der Rundfunkregulierungsbehörde RTÜK umfassende Beschwerden gegen Berichterstattungen und Social-Media-Beiträge eingereicht, die nach seiner Inhaftierung veröffentlicht wurden.
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Die Anwälte des während des Präsidentschaftswahlkampfs inhaftierten Bürgermeisters von Istanbul und Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu sind gegen Inhalte in den Medien und auf Social-Media-Plattformen vorgegangen.
Wie mitgeteilt wurde, haben die Anwälte von İmamoğlu mehr als 200 Strafanzeigen bei der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft sowie bei der Rundfunk- und Fernsehregulierungsbehörde (RTÜK) eingereicht.
Der Großteil der Strafanzeigen richtet sich gegen Sendungen und Kommentare einiger Fernsehsender und Journalisten, die nach der Inhaftierung von İmamoğlu ausgestrahlt bzw. veröffentlicht wurden.
Die Anwälte argumentierten, dass diese Veröffentlichungen Äußerungen enthielten, die einen Angriff auf die Persönlichkeitsrechte von İmamoğlu darstellten und darauf abzielten, die Öffentlichkeit durch irreführende Darstellungen gegen ihn aufzuhetzen.
WELCHE SENDER WURDEN ANGEZEIGT
Die von der Rechtsabteilung der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) vorbereiteten Anträge wurden der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft und der Rundfunk- und Fernsehregulierungsbehörde (RTÜK) übermittelt. Zu den angezeigten Medienorganen zählen laut Angaben unter anderem A Haber, Akit TV und dessen Internetseite, die Sabah-Zeitung und deren Internetseite, TGRT Haber, Ülke TV sowie Kanal 24.
"PRESSEETHIK VERLETZT"
In der Erklärung hieß es, dass „die in den angezeigten Sendungen verwendete Sprache nicht nur den journalistischen Berufsgrundsätzen widerspricht, sondern auch den gesetzlichen Rechten und dem laufenden Gerichtsverfahren entgegensteht“. Die Anwälte betonten, dass die Berichterstattung die Unschuldsvermutung verletze und den ordnungsgemäßen Ablauf der Ermittlungen gefährde; sie kündigten an, die rechtlichen Schritte weiter zu verfolgen.