Überraschende Studie zum Boykott... Kreditkartenausgaben untersucht

Nach dem von der CHP initiierten Boykottaufruf wurde ein starker Rückgang bei den Kreditkartenausgaben und der Anzahl der Transaktionen verzeichnet. Hier sind die Details...

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Die Boykottaufrufe, die von der CHP nach der Inhaftierung des Bürgermeisters der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, gestartet wurden, haben sich auch in den Wirtschaftsdaten niedergeschlagen. 

Die Boykottaufrufe, die auf Unternehmen wie die Doğuş-Gruppe, Espressolab und die Turkuaz-Gruppe abzielten, fanden sowohl durch die CHP als auch über Jugendbewegungen in den sozialen Medien ein breites Echo.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Proteste, die von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Regierungsvertretern scharf kritisiert wurden, wurden durch eine Untersuchung der Stiftung für wirtschaftspolitische Forschung der Türkei (TEPAV) offengelegt.

STARKE RÜCKGÄNGE BEI TRANSAKTIONSANZAHL UND BETRAG

Laut der von Mukaddes Merve Dündar und Gülbin Şahinbeyoğlu veröffentlichten Analyse gab es in der Woche vom 4. April 2025 einen spürbaren Rückgang bei der Nutzung von Kreditkarten:

Während die durchschnittliche tägliche Anzahl der Transaktionen bei 43,2 Millionen lag,

belief sich der Ausgabebetrag auf 45,9 Milliarden TL.

In der Vorwoche lagen diese Zahlen bei 50,6 Millionen Transaktionen bzw. 60,4 Milliarden TL an Ausgaben. Dies deutet auf einen Rückgang von 14,7 Prozent bei der Anzahl der Transaktionen und 24,1 Prozent beim Ausgabebetrag hin.

RÜCKGANG AUCH NACH BEREINIGUNG UM SAISON- UND FEIERTAGSEFFEKTE

Berechnungen, die um Feiertags- und Saisoneffekte bereinigt wurden, zeigten ebenfalls, dass der Boykott Wirkung zeigte. Laut der Analyse von TEPAV:

Lag die Anzahl der Transaktionen in der Woche vom 4. April etwa 10 Prozent unter dem Jahresdurchschnitt von 2024, der bei 47,2 Millionen lag,

und ebenfalls etwa 10 Prozent unter dem Durchschnitt der ersten drei Monate des Jahres 2025, der 47,7 Millionen betrug.

Dass der Boykott nicht nur eine Social-Media-Kampagne blieb, wurde durch diesen Rückgang in den Kreditkartendaten konkretisiert. Analysten weisen darauf hin, dass ein Rückgang in diesem Ausmaß über kurzfristige Effekte hinaus auch zeigen könnte, wie sich das Verbraucherverhalten künftig gestalten wird.