Überraschendes Detail im Mordfall Kundakçı: Das ist das 8-minütige Telefonat, das zur Verhaftung führte!

Im Zuge der Ermittlungen zu dem Angriff, bei dem der 21-jährige Fußballer Kubilay Kaan Kundakçı ums Leben kam, sind neue Details ans Licht gekommen. Besonders aufmerksam wurde auf ein 8-minütiges Telefonat zum Zeitpunkt des Vorfalls geachtet, das den inhaftierten İzzet Yıldızhan betrifft.

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Im Rahmen der Ermittlungen zum Mord an Kubilay Kaan Kundakçı wurden 7 von 10 Verdächtigen inhaftiert. Zu den Festgenommenen zählen auch Aleyna Kalaycıoğlu, Alaattin Kadayıfçıoğlu und İzzet Yıldızhan.

DER PROZESS, DER ZUR VERHAFTUNG FÜHRTE, IST IN DEN AKTEN DOKUMENTIERT

Wie Arzu Kaya von Habertürk berichtet, wurden die Aussage von İzzet Yıldızhan sowie die Gründe für seine Inhaftierung gemäß den im Zuge der Ermittlungen gewonnenen Erkenntnissen in die Akten aufgenommen.

WIDERSPRÜCHE ZWISCHEN AUSSAGE UND BEWEISLAGE FESTGESTELLT

Den Informationen in der Akte zufolge wurde eine Diskrepanz zwischen den Aussagen von Yıldızhan und den von der Staatsanwaltschaft gesammelten Beweisen festgestellt. Es wurde ermittelt, dass Yıldızhan mehrfach mit den Personen telefoniert hat, die Alaattin Kadayıfçıoğlu zur Flucht verholfen haben.

In seiner Aussage gab Yıldızhan an, dass er der Pate der Kinder von Bilal Kadayıfçıoğlu sei und sie aus demselben Dorf stammten.

TELEFONATE EINGESTANDEN

Den Informationen zufolge räumte Yıldızhan in seiner Aussage die Telefonate ein. Er verteidigte sich damit, niemanden versteckt oder bei der Flucht geholfen zu haben, und äußerte sich wie folgt:

„Ich habe ihm gegenüber in die gleiche Richtung argumentiert. Ich habe niemanden versteckt und nicht bei der Flucht geholfen. Ich bin ein in der Türkei bekannter Künstler. Ich bin ein Vorbild für die Gesellschaft. Es macht mich traurig, hier zu sein. Ich weise die Anschuldigungen zurück. Der Tod des jungen Mannes bei diesem Vorfall tut mir unendlich leid. Ich wünschte, so etwas wäre nicht passiert.“

Den Informationen in der Ermittlungsakte zufolge soll Yıldızhan nach Bekanntwerden der Ereignisse in der Tatnacht nach Istanbul gereist sein. Im Haftbefehlsantrag wird ausgeführt, dass Yıldızhan in jener Nacht mehrfach mit der Person telefoniert habe, die Alaattin zur Flucht verhalf. Ein Teil dieser Gespräche soll per Videoanruf erfolgt sein.

DAS DETAIL DES 8-MINÜTIGEN TELEFONATS

Den vorliegenden Informationen zufolge dauerte eines dieser Gespräche 8 Minuten. Im Haftbefehlsantrag wird bewertet, dass dieses Gespräch während des Vorfalls „kein bloßes Erkundigen nach dem Befinden“ gewesen sein könne und „dem gewöhnlichen Lauf der Dinge widerspreche“.

„GIBT ES NEUIGKEITEN VON ALAATTİN?“

In Yıldızhans Aussage wurde auch auf seine Gespräche mit Metin Kadayıfçıoğlu eingegangen. Er soll dabei folgende Worte verwendet haben:

„Metin Kadayıfçıoğlu erzählte mir, dass Alaattin in eine Schlägerei verwickelt sei. Ich sagte: ‚Ich hoffe, es ist nichts Ernstes.‘ Später rief ich Metin mehrmals an, um zu erfahren, was passiert war. Danach fragte ich Metin per WhatsApp oder SMS: ‚Gibt es Neuigkeiten von Alaattin?‘“