Universität ist gefälscht, Rektor nur mit Highschool-Abschluss: Sie stellen gefälschte Diplome aus
Die sogenannte Yeni Pazar Universität, die angeblich Fernstudiengänge anbietet und fast 4.000 Studenten haben soll, soll gefälscht sein. Zudem wird behauptet, dass der Rektor Ali İlseven lediglich einen Highschool-Abschluss besitzt. Die Geschädigten haben über die Anwältin Dilara Damla Öksüz Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Istanbul Anadolu erstattet.
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Es wird behauptet, dass die Yeni Pazar Universität, die angeblich in Albanien, Serbien und Montenegro tätig ist, fiktiv bzw. gefälscht ist. Es wurde zudem vorgebracht, dass der Rektor der Universität nur einen Highschool-Abschluss besitzt und die ausgestellten Diplome gefälscht sind.
Im Namen der Geschädigten der Universität hat die Anwältin Dilara Damla Öksüz bei der Staatsanwaltschaft Anadolu in Istanbul Strafanzeige erstattet.
In der Klageschrift heißt es: "Das Betrugsnetzwerk wird über gefälschte Universitäts-Websites betrieben, die im Internet eingerichtet wurden. Ali İlseven und Damla İlseven haben Websites erstellt, die staatliche Institutionen und Universitäten imitieren, und stellen den Menschen, die sich registrieren, gefälschte Diplome aus. Sie erwecken den Anschein, dass diese Diplome vom türkischen Hochschulrat (YÖK) anerkannt sind und in 168 Ländern Gültigkeit besitzen. Sie betreiben rechtswidrige Aktivitäten, indem sie Websites erstellen, die wie Universitäten aussehen, aber über keine Akademiker, keinen Campus, kein Kuratorium und keinerlei rechtliche Grundlage verfügen."
REKTOR ALİ İLSEVEN HAT ANGEBLICH NUR EINEN HIGHSCHOOL-ABSCHLUSS
Als Rektor der Universität, die angeblich in Albanien, Serbien und Montenegro tätig ist, tritt Prof. Dr. Ali İlseven auf. Es wird jedoch behauptet, dass İlseven über keinerlei akademische Nachweise verfügt und lediglich einen Highschool-Abschluss besitzt. Wie zu erfahren war, wird der Hochschulrat (YÖK) diesen Vorwürfen nachgehen.
KEIN ZUGRIFF AUF DIE WEBSITE
Die Universität, die wie türkische Universitäten unter der Adresse "https://yenipazar.edu.tr" mit der Endung ".edu.tr" auftrat, verfügt weder über eine Postanschrift noch über eine Postleitzahl. Im Kontaktbereich finden sich lediglich eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer aus dem Kosovo. Diese Nummer ist jedoch nicht erreichbar.
Unterdessen ist die Website der Universität seit einiger Zeit nicht mehr aufrufbar. Wer die Seite besucht, sieht den Hinweis: "Die Website befindet sich derzeit in geplanter Wartung."
FIKTIVE UNIVERSITÄT
Es wird behauptet, dass Studenten, die sich an der fiktiven Universität einschrieben, zwischen 2.000 und 4.000 Euro zahlten und durch die Verwendung der Endung ".edu.tr" auf der Website getäuscht wurden. Zu diesem Thema erklärte Anwältin Öksüz: "Wenn Sie keine Universität sind, dürfen Sie diese Endung nicht verwenden. Die Korrespondenz der Staatsanwaltschaft mit dem YÖK und dem zuständigen Domain-Anbieter wird aufklären, wie dieser Skandal möglich war."