Unterschiedliche Stimmen in der AKP: Erdoğan erteilt Anweisung nach zunehmenden Beschwerden
Während die jüngsten Erhöhungen der Verkehrsbußgelder auf den Widerstand der Bürger stießen, kam von Präsident Erdoğan die Anweisung, die Regelung so zu überarbeiten, dass keine Benachteiligungen entstehen.
12punto
Die intensiven Beschwerden der Bürger über die neuen Verkehrsbußgelder stehen auch auf der politischen Agenda. Die gestiegenen Bußgeldbeträge wurden zunächst im Strategietreffen der AKP erörtert. Anschließend wurde das Thema im Präsidialkabinett detailliert bewertet.
Laut einem Bericht der regierungsnahen Zeitung Türkiye Gazetesi hat der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan infolge der Beratungen gefordert, dass die neue Regelung keine Benachteiligungen in der Gesellschaft verursachen dürfe, und die zuständigen Stellen angewiesen, die Bestimmungen erneut zu überprüfen.
Es wird angestrebt, die Verordnung zu den Verkehrsbußgeldern bis Ende April abzuschließen.
UNTERSCHIEDLICHE STIMMEN IN DER AKP
Innerhalb der Partei fallen unterschiedliche Ansichten über die Auswirkungen der Erhöhungen bei den Verkehrsbußgeldern auf. Einige Parteimitglieder weisen darauf hin, dass die hohen Geldstrafen in der Bevölkerung für Empörung sorgen und es für die Bürger, insbesondere aufgrund der wirtschaftlichen Bedingungen, schwierig sei, diese Kosten zu tragen. Andererseits betonen andere Persönlichkeiten innerhalb der Partei, wie wichtig es sei, dass die Strafen für gefährliches Fahren, Fahren unter Alkoholeinfluss und die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer abschreckend wirken.
Darüber hinaus warnen einige Parteistrategen, dass Bußgelderhöhungen allein keine Lösung darstellten und dass die überhöhten Preisanstiege vor Ort auf eine negative Resonanz stoßen könnten.