Verdächtiger Todesfall in Kastamonu: 15-jährige Yağmur verstorben, Debatte über „Gerechtigkeit“ entbrannt

Ein schwerer Verkehrsunfall in Kastamonu hat nicht nur ein junges Leben ausgelöscht, sondern auch schwerwiegende Vorwürfe aufgeworfen. Bei dem Unfall, bei dem die 15-jährige Yağmur Pehlivanlı ums Leben kam, werfen die Identität der Fahrerin und das daraufhin erstellte Sachverständigengutachten die Frage auf: „Gerechtigkeit oder Privileg?“

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Die 15-jährige Yağmur Pehlivanlı wurde auf den Straßen von Kastamonu von einem heranrasenden Fahrzeug erfasst, überschlug sich durch die Wucht des Aufpralls zweimal in der Luft und wurde etwa 35 Meter weit mitgeschleift.

Yağmur wurde ins Krankenhaus eingeliefert, konnte jedoch trotz aller Bemühungen aufgrund schwerer Brüche an Hals, Hüfte und verschiedenen Körperstellen nicht gerettet werden.

Fahrerin ist die Tochter des ehemaligen Bürgermeisters: Kein Haftbefehl erlassen

Es wurde bekannt, dass die Person, die das in den Unfall verwickelte Fahrzeug steuerte, die Tochter des ehemaligen MHP-Bürgermeisters von Kastamonu, Galip Vidinlioğlu, ist. Berichten zufolge wurde die Fahrerin nach dem Unfall nicht in Gewahrsam genommen, sondern lediglich vernommen und wieder auf freien Fuß gesetzt. Diese Situation löste in der Öffentlichkeit die Debatte aus: „Hat politischer Einfluss Auswirkungen auf den Justizprozess?“

Skandalöses Gutachten: Verstorbenes Kind zu 100 % schuld!

Die wohl brisanteste Entwicklung, die den Verlauf des Falls veränderte, ergab sich durch das Sachverständigengutachten. In dem Bericht wurde die verstorbene 15-jährige Yağmur Pehlivanlı als zu 100 % schuld am Unfall eingestuft. Die Familie Pehlivanlı und ihre Anwälte behaupten, dass dieser Bericht nicht die Wahrheit widerspiegele, Beweise vertuscht wurden und versucht werde, die Angelegenheit unter Ausnutzung politischer Verbindungen zu vertuschen.

Appell der Familie an die Öffentlichkeit: „Werdet unsere Stimme“

Die Familie von Yağmur Pehlivanlı betonte, dass sie ihre Suche nach Gerechtigkeit nicht aufgeben werde, und wandte sich an die gesamte Türkei. Die Familie bereitet sich darauf vor, in den kommenden Tagen die vertuschten Beweise und Berichte zum Prozessverlauf der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

In einer von Unterstützern der Familie Pehlivanlı veröffentlichten Erklärung hieß es:

„Das Schwierigste in der Türkei ist es, Gerechtigkeit zu suchen. Wir haben unser Kind verloren, aber wir werden nicht zulassen, dass auch die Gerechtigkeit verloren geht. Wir laden das gesamte türkische Volk ein, Yağmurs Stimme zu sein. Wir werden alle Journalisten und Nachrichtenseiten erreichen und diesen Fall weiterverfolgen.“