Verordnung geändert: Cengiz Holding erhielt Genehmigung zur Abfallentsorgung im Meer
Der zu Cengiz Holding gehörenden Firma Eti Bakır in Samsun Tekkeköy wurde die Genehmigung erteilt, Abfälle auf den Meeresboden zu leiten. Durch eine Änderung der Verordnung zur Kontrolle der Wasserverschmutzung wurde der Weg dafür geebnet, „ungefährliche anorganische Abfälle“ über Rohrleitungen in Gebieten mit einer Tiefe von mehr als 250 Metern zu entsorgen.
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Im Bezirk Tekkeköy in Samsun wurde eine Verordnungsänderung vorgenommen, die es ermöglicht, Abfälle aus den Säure- und Kupferlagern der zu Cengiz Holding gehörenden Firma Eti Bakır ins Meer einzuleiten. Mit der im Amtsblatt veröffentlichten Verordnung zur Änderung der Verordnung zur Kontrolle der Wasserverschmutzung ist die Regelung offiziell in Kraft getreten.
Wie aus einem Bericht der Zeitung Cumhuriyet hervorgeht, erlaubt die neue Regelung die Entsorgung von „ungefährlichen anorganischen Abfällen“ über Rohrleitungen auf den Meeresboden sowie deren Nutzung zur Kohlenstoffspeicherung in Meeresgebieten mit einer Tiefe von mehr als 250 Metern. Nach dieser Entscheidung lösten Behauptungen, dass Eti Bakır seine Abfälle durch Einleitung auf den Meeresgrund entsorgen werde, in der Öffentlichkeit heftige Diskussionen aus.
Kübra Küçük, Vorsitzende der Kammer der Umweltingenieure in Samsun, äußerte sich kritisch zu der Regelung: „Die Speicherung von Kohlenstoff auf dem Meeresboden unter dem Vorwand der Treibhausgasbindung ist eine Praxis, die von der Disziplin der Umweltingenieurwissenschaften abgelehnt wird. Langfristige Risiken wie Ozeanversauerung, der Verlust benthischen Lebens und Kohlenstofflecks wurden ignoriert. Diese Regelungen sind schwerwiegende Eingriffe in die Wasserressourcen der Türkei, deren Folgen nicht absehbar sind.“