Versicherungspflicht bei Gebrauchtwagen: Auswirkungen auf die Preise
Die Neuregelung, die eine Versicherungspflicht bei notariellen Transaktionen vorschreibt, bringt Autohändler mit einer offiziellen Zulassung in Bedrängnis. Die Versicherungskosten von bis zu 20.000 TL pro Fahrzeug werden die Preise für Gebrauchtwagen in die Höhe treiben.
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Die Verpflichtung zum Abschluss einer Versicherung bei notariellen Transaktionen für den Kauf und Verkauf von Gebrauchtwagen stößt bei Autohändlern weiterhin auf Kritik. Die Händler, die selbst für Fahrzeuge, die auf dem Parkplatz stehen, eine Versicherung abschließen müssen, erklären, dass diese Praxis zusätzliche Kosten verursacht und diese Ausgaben auf die Preise für Gebrauchtwagen umgelegt werden müssen.
VERSICHERUNGSKOSTEN ERREICHEN 400.000 TL
Gemäß der im Dezember 2023 in Kraft getretenen Regelung ist beim Verkauf von Gebrauchtwagen während der notariellen Abwicklung der Abschluss einer zweimonatigen Versicherung vorgeschrieben. Mustafa Kayatuzu, Vorstandsvorsitzender des Autohändlerverbandes, erklärte, dass Gewerbetreibenden mit einer Zulassung zwar das Recht eingeräumt wurde, eine Versicherung für bis zu einen Monat abzuschließen, der Prozess jedoch weiterhin hohe Kosten verursache.
Kayatuzu sagte: „Die kurzfristige Versicherungsregelung, die am 1. Januar 2024 in Kraft treten sollte, wurde auf den 1. Februar verschoben. Doch in dieser Zeit sahen sich die Händler, die eine Versicherung abschließen wollten, mit teuren Policen konfrontiert. Wir warten darauf, dass die Versicherungs- und Privatrentenregulierungs- und Aufsichtsbehörde (SEDDK) die Entscheidung umsetzt.“
Kayatuzu betonte, dass Autohändler mit einer Zulassung keine Fahrzeuge ohne Versicherung verkaufen können: „Wenn wir davon ausgehen, dass ein Händler 20 Fahrzeuge auf Lager hat und jedes davon mit durchschnittlich 20.000 TL versichert wird, entsteht eine zusätzliche Belastung von insgesamt 400.000 TL. Diese Kosten werden sich direkt auf die Preise für Gebrauchtwagen auswirken.“
HÄNDLER: „WIR KÖNNEN NICHT OHNE VERSICHERUNG VERKAUFEN“
Selim Kalebaşı, ein seit 35 Jahren im Gebrauchtwagenhandel tätiger Händler, erklärte ebenfalls, dass die Versicherungspflicht sie unter Druck setze: „Wir müssen pro Fahrzeug 15.000 bis 20.000 TL zahlen. Aufgrund dieser Regelung ist unser Verkauf zum Stillstand gekommen. Das Thema muss dringend gelöst werden.“
Der Händler Harun Göktaş äußerte sich wie folgt: „Den Händlern mit Zulassung wurde eine unnötige Last aufgebürdet. Der Markt ist ohnehin schleppend, und für jedes Fahrzeug eine Versicherung abschließen zu müssen, bringt uns finanziell in Schwierigkeiten.“
„FAHRZEUGPREISE WERDEN STEIGEN“
Auch der Autohändler Hasan Zengin wies darauf hin, dass die Versicherungspflicht die Preise direkt beeinflusse. „Anfangs hieß es, die Versicherung sei für ein Jahr obligatorisch. Aufgrund unserer Einwände wurde dieser Zeitraum auf zwei Monate verkürzt. Dennoch ist es für jedes Fahrzeug Pflicht, eine Versicherung abzuschließen. Es entstehen zusätzliche Kosten von durchschnittlich 15.000 bis 20.000 TL. Bei Nutzfahrzeugen beginnt dieser Betrag bei 40.000 TL und kann bis zu 100.000 TL steigen. Wir sind gezwungen, diese Kosten auf die Preise umzulegen. Andernfalls können wir nicht wirtschaften“, sagte er.