Verteidigung von Ekrem İmamoğlus Anwalt Pehlivan vor Gericht: „Jenseits von Vernunft und Logik“

Die Verteidigung von Mehmet Pehlivan, dem Anwalt des Bürgermeisters von Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, vor dem Friedensgericht ist bekannt geworden. Pehlivan war zuvor aufgrund der Aussagen von zwei Verdächtigen, die von der Kronzeugenregelung Gebrauch machten, im Rahmen einer Korruptionsermittlung verhaftet und inhaftiert worden.

İHA

Mehmet Pehlivan, der Anwalt des İBB-Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu, wurde im Rahmen einer Korruptionsermittlung, die auf den Aussagen einiger Verdächtiger beruht, welche von der Kronzeugenregelung Gebrauch machten, von der Staatsanwaltschaft zur Aussage vorgeladen. 

Pehlivan hatte bei der Staatsanwaltschaft unter Verweis auf das Anwaltsgesetz erklärt, dass für eine Ermittlung die Genehmigung des Justizministeriums erforderlich sei, und die Aussage verweigert. 

Pehlivan wurde daraufhin mit dem Antrag auf Untersuchungshaft wegen „Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung“ an das zuständige Friedensgericht überwiesen. Nach Abschluss der Verfahren wurde Pehlivan wegen „Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung“ verhaftet und in ein Gefängnis überstellt.

VERTEIDIGUNG BEKANNT GEWORDEN

Unterdessen wurde der Inhalt von Pehlivans Verteidigung vor dem Friedensgericht bekannt. 

In seiner Verteidigung erklärte Pehlivan: „Ich sehe mich mit einer Verleumdung konfrontiert, wonach ich in einem Telefonat, das ich nie geführt habe, ‚drohend‘ gesprochen haben soll.“ Er fügte hinzu: „Die Anschuldigungen von Adem Soytekin gegen mich sind völlig unwahr. 

Er behauptet, ich hätte zwei angebliche Treffen organisiert, eines in einer Anwaltskanzlei und das andere im Haus von İmamoğlu. 

Als Zweck eines dieser Treffen behauptete er, ich hätte die Anwaltskanzlei vermittelt, die ihn im Rahmen der besagten Ermittlung vertreten sollte. 

Diese Behauptung ist jenseits von Vernunft und Logik. Soweit mir bekannt ist, ist diese Anwaltskanzlei bereits seit über 10 Jahren für Adem Soytekin tätig. Dass ich eine bereits bestehende Rechtsbeziehung vermittelt haben soll, ist faktisch und logisch unmöglich.

Soytekin behauptete, dass ich ihm bei dem von ihm erfundenen Treffen, das vor dem 19. März stattgefunden haben soll, gesagt hätte, dass nach einem Gespräch mit ihm eine einstweilige Verfügung gegen Ali Nuhoğlu erlassen wurde.

Dabei wurde in der Presse berichtet, dass die einstweilige Verfügung gegen Nuhoğlu erst nach dem 19. März erlassen wurde“, so Pehlivan.