Ali Erbaş' Boykottaufruf wieder im Gespräch: 'Wenn ein Muslim den Boykott nicht einhält, sollte er seinen Glauben hinterfragen'
Die früheren Äußerungen des Präsidenten für religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Ali Erbaş, zu Boykottaufrufen sind im Zuge der Proteste nach der Verhaftung von Ekrem İmamoğlu wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.
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Die Festnahme und anschließende Inhaftierung des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, hat landesweit zu großflächigen Protesten geführt. In diesem Prozess sorgt der Boykott vom 2. April, der von Universitätsstudenten initiiert und von der CHP unterstützt wurde, für Aufmerksamkeit.
Es wurde bekannt, dass der Präsident für religiöse Angelegenheiten, Ali Erbaş, in einer früheren Rede zum Boykott aufgerufen und betont hatte, dass Muslime diejenigen, die Unterdrücker unterstützen, nicht unterstützen sollten. Erbaş hatte in einer Erklärung im März gesagt: "Wenn ein Muslim den Boykott nicht einhält, sollte er seinen Glauben hinterfragen."
Während er in der Ankara Millet Moschee während des Tarawih-Gebets zu seiner Gemeinde sprach, betonte Erbaş die Bedeutung des Boykotts mit den Worten: "Wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht. Wenn wir mit unserem Herzen nicht an der Seite der Unterdrückten und Geschädigten stehen, müssen wir unseren Glauben hinterfragen."
MINISTER HATTEN NACHEINANDER REAGIERT
Minister hatten nacheinander Erklärungen abgegeben und auf den Boykottaufruf, den die CHP unterstützt, reagiert. Andererseits hatte auch die Generalstaatsanwaltschaft von Istanbul eine Untersuchung eingeleitet.