Handgreifliche Auseinandersetzung bei der Generalversammlung der Anwaltskammer Ankara: Ein Anwalt verletzt
Bei der 68. ordentlichen Generalversammlung der Anwaltskammer Ankara, die im Atatürk-Sporthalle und Ausstellungszentrum stattfindet und auf zwei Tage angesetzt ist, kam es zu Spannungen.
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Bei der 68. ordentlichen Generalversammlung der Anwaltskammer Ankara kam es zu einer Auseinandersetzung, nachdem Mitglieder der Gruppe „Freiheitliche Zeitgenössische Anwälte“ (Özgürlükçü Çağdaş Avukatlar) aus Protest gegen Frauenmorde kurdische Slogans skandierten und die Gruppe der „Türkisch-Nationalistischen Anwälte“ darauf reagierte. Bei dem Handgemenge, bei dem auch Stühle geworfen wurden, erlitt ein Anwalt eine leichte Kopfverletzung.
"WIR WOLLEN KEINE TERRORISTEN IN DER ANWALTSKAMMER"
Anwältinnen der Gruppe „Freiheitliche Zeitgenössische Anwälte“ (ÖÇAV) entfalteten Transparente mit der Aufschrift „Jin, jiyan, azadi“ (Frau, Leben, Freiheit) und „Die Istanbul-Konvention rettet Leben“, um gegen die zunehmende Gewalt gegen Frauen und Frauenmorde zu protestieren, und skandierten Slogans wie „Jin, jiyan, azadi“, „Frau, Leben, Freiheit“ sowie „Wir schweigen nicht, wir haben keine Angst, wir gehorchen nicht“.
Daraufhin antworteten Anwälte, die der Gruppe der Türkisch-Nationalistischen Anwälte angehören sollen, mit Sprechchören wie „Wir wollen keine Terroristen in der Anwaltskammer“. Als die Spannungen durch gegenseitige Provokationen zunahmen, wurden Stühle geworfen. Dabei wurde ein Anwalt leicht am Kopf verletzt.
Anwälte im Saal, die auf den Vorfall reagierten, skandierten eine Zeit lang „Schulter an Schulter gegen den Faschismus“. Es wurden wiederholt Durchsagen gemacht, um die Spannungen abzubauen, doch da sich die Lage nicht beruhigte, wurde die Sitzung für 20 Minuten unterbrochen.
Nach der Pause wurde die Generalversammlung fortgesetzt.