In Kastamonu ausgesetztes Baby kämpft um sein Leben: 'Wegen Atemnot intubiert'

Ein neugeborener Junge, der in Kastamonu neben einem Müllcontainer in einer Plastiktüte gefunden wurde, musste aufgrund von Atemversagen intubiert werden. Dr. Cansu Aydın, die das Baby betreut, erklärte, dass der Zustand des Kindes weiterhin kritisch sei.

İHA

Ein neugeborener Junge, der in Kastamonu neben einem Müllcontainer in einer Plastiktüte gefunden wurde, wurde im Krankenhaus intubiert.

Die für die Neugeborenen-Intensivstation zuständige Kinderärztin Dr. Cansu Aydın erklärte, dass das Neugeborene bei seiner Ankunft im Krankenhaus Prellungen am Kopf aufwies, da es vermutlich aufrecht in den Müll geworfen wurde, und dass seine Körpertemperatur sehr niedrig war.

In der Kuzeykent-Nachbarschaft in der Karadut-Straße in Kastamonu wurde das Neugeborene von Bürgern in einer Plastiktüte eingewickelt neben einem Müllcontainer entdeckt. Das von Rettungskräften in das Kastamonu Bildungs- und Forschungskrankenhaus gebrachte Baby wurde auf der Neugeborenen-Intensivstation intubiert und medizinisch versorgt.

"KÖRPERTEMPERATUR WIRD ERHÖHT"

Die für die Neugeborenen-Intensivstation zuständige Kinderärztin Dr. Cansu Aydın äußerte sich zum Gesundheitszustand des Neugeborenen: „Wir haben ein Baby, das Berichten zufolge im Müll gefunden wurde. Ich habe das Baby auf der Neugeborenen-Intensivstation übernommen. Der Allgemeinzustand des Babys ist weiterhin kritisch. Das Baby hatte einen sehr starken Wärmeverlust und kam mit einer sehr niedrigen Körpertemperatur zu uns. Wir tun unser Bestes und erhöhen die Körpertemperatur unseres Babys langsam. Im Vergleich zu seinem Zustand bei der Ankunft kann ich sagen, dass es ihm jetzt etwas besser geht, aber der Zustand unseres Babys ist immer noch sehr kritisch.“

INTUBIERT UND IN KRITISCHEM ZUSTAND

Dr. Aydın erklärte, dass sie den Zustand des Babys, das derzeit aufgrund von Atemnot intubiert ist, genau beobachten: „Als das Baby ankam, war seine Atmung zunächst gut, da seine Körpertemperatur sehr niedrig war. Doch als die Körpertemperatur stieg, bekam das Baby Atemnot. Wir überwachen den Zustand des Babys derzeit im intubierten Zustand. Wir wissen nicht, wann das Baby geboren wurde oder wie viele Wochen alt es ist. Als es zu uns kam, wog es lediglich 1.995 Gramm. Wir schätzen, dass wir das Baby etwa 3-4 Stunden nach dem Vorfall erreicht haben. Das Baby wurde gestern Abend gegen 20.00 Uhr in unsere Notaufnahme eingeliefert. Wir haben dort unsere ersten Maßnahmen ergriffen.“

"ES HATTE PRELLUNGEN AM KOPF"

Dr. Aydın erklärte, dass das Neugeborene bei seiner Ankunft Prellungen am Kopf hatte, wahrscheinlich weil es beim Wegwerfen in den Müll aufrecht gelandet war: „Es hatte zwei Prellungen am Kopf, wahrscheinlich weil es aufrecht in den Müll geworfen wurde. Abgesehen davon waren keine weiteren Beschwerden bei dem Baby erkennbar. Auch die ersten Ultraschalluntersuchungen zeigten keinerlei innere Blutungen oder Ähnliches. Wir beobachten derzeit lediglich Komplikationen aufgrund der Hypothermie, also der sehr niedrigen Körpertemperatur. Die Blutwerte sind etwas beeinträchtigt, das Kreislaufsystem ist instabil und die Atmung ist erschwert. Abgesehen davon ist unser Baby derzeit stabil. Die Urinausscheidung ist etwas gering, möglicherweise besteht eine Chance, dass unser Baby eine Dialyse benötigt. Wir werden den weiteren Verlauf je nach Allgemeinzustand bewerten. Wir kennen die Nationalität nicht. Wir wissen nur, dass das Baby vom Alter her etwas klein ist.“

Unterdessen setzen die Generalstaatsanwaltschaft Kastamonu und die Polizeidirektion der Provinz Kastamonu ihre Ermittlungen und Untersuchungen dazu fort, wer oder welche Personen das Neugeborene im Müll entsorgt haben.