Kılıçdaroğlu äußert sich zu seinen Worten über den „Dolchstoß“: „Man sollte nicht verraten“
Die Worte des ehemaligen CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu auf dem 38. ordentlichen Parteitag seiner Partei – „Ich musste mit den Dolchen in meinem Rücken in die Wahl gehen. Wer den richtigen Weg geht, hat eine schwere Last zu tragen. Unsere Last war schwer. Zudem war unsere Last durch die Dolche schwer. Aber was mich wirklich traurig gemacht hat, war nicht die Last auf meinem Rücken, sondern die Dolche in meinem Rücken“ – hatten für große Diskussionen gesorgt. In einer Sendung, an der er teilnahm, erläuterte Kılıçdaroğlu diese Aussagen.
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Der 7. Vorsitzende der CHP, Kemal Kılıçdaroğlu, hat sein langes Schweigen gebrochen.
Als Gast in einer Fernsehsendung erläuterte Kılıçdaroğlu seine Worte über den „Dolchstoß“, die während des Veränderungsprozesses seiner Partei lange Zeit die Agenda bestimmt hatten.
Kılıçdaroğlu erläuterte diese Worte in der Sondersendung „KRT Soruyor“. Kemal Kılıçdaroğlu sagte dazu:
WARUM SAGTE ER „ICH WURDE ERDOLCHT“?
„Es wurde viel diskutiert. Es wird immer noch diskutiert. In der Politik sind Ethik, moralische Werte und Vertrauen sehr wichtig.
Die Beziehungen, die man zu Freunden aufbaut, die Menschen, mit denen man Schicksalsgefährten und Weggefährten ist, führt man in gegenseitigem Vertrauen durch viele Ereignisse.
Aber es ist nicht richtig, dieses Vertrauen hinter dem Rücken zu untergraben, anstatt es von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren, und einen anderen Weg einzuschlagen.
Aus diesem Grund habe ich auf dem Parteitag den Begriff ‚Dolch‘ verwendet.
Ein Weggefährte sollte einen nicht verraten. Wenn es ein Zögern oder eine abweichende Meinung gibt, kann dies sehr leicht ausgesprochen werden.
Das liegt in der DNA der CHP. Wir legen immer Wert auf Kritik.
Ich habe während meiner Zeit als Parteivorsitzender nie die Worte der Freunde unterbrochen, die Kritik geübt haben.
Ich habe meinen Freunden immer vertraut. In diesem Vertrauen haben wir unsere Ansichten und unsere Geheimnisse geteilt.
Weggefährte zu sein ist keine einfache Aufgabe. Ich hatte gesagt: ‚Es war schwer, ein Weggefährte von ‚Bay Kemal‘ zu sein‘. Es ist wirklich schwer. Es bedeutet, in Freud und Leid zusammenzustehen.“