Momente des Einsturzes der Ebrar-Siedlung bei den Erdbeben vom 6. Februar aufgetaucht

Neue Aufnahmen zu den Erdbeben vom 6. Februar mit Epizentrum in Kahramanmaraş sind aufgetaucht. Die Kameraaufzeichnungen zeigen den Moment des Einsturzes der Ebrar-Siedlung, bei der 1.400 Menschen ihr Leben verloren, sowie den Moment, in dem eine Person mit nur 25 Sekunden Vorsprung dem Tod entkam.

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Am 6. Februar 2023 ereignete sich um 04:17 Uhr in Kahramanmaraş ein Erdbeben der Stärke 7,7 mit dem Epizentrum im Bezirk Pazarcık.

Während zahlreiche Gebäude dem Erdboden gleichgemacht wurden, ereignete sich 9 Stunden und 7 Minuten später, um 13:24 Uhr, ein weiteres Erdbeben der Stärke 7,6 mit dem Epizentrum in Elbistan.

In Kahramanmaraş, dem Epizentrum der Erdbeben, bei denen offiziellen Zahlen zufolge 53.237 Menschen ihr Leben verloren und 107.213 Menschen verletzt wurden, sind neue Aufnahmen jener Nacht aufgetaucht.

Die Aufnahmen zeigen, wie hochstöckige Gebäude in sich zusammenfielen und nach dem Einsturz Staubwolken entstanden. Zudem spiegeln die Bilder die Panikmomente der Menschen und ihre Flucht aus der Stadt mit ihren Fahrzeugen wider.

LICHTBLITZE VON KAMERAS ERFASST

Auch die Lichtblitze, die mit Beginn des Erdbebens auftraten, wurden von Kameras aufgezeichnet. Auf den Bildern, die von den Anhöhen der Stadt aus aufgenommen wurden, sind die Lichtblitze und Stromausfälle infolge des Bebens zu sehen.

SO EINSTÜRZTE DIE EBRAR-SIEDLUNG

Der Moment des Einsturzes der Ebrar-Siedlung, eines der Symbole des Erdbebens, bei dem 1.400 Menschen ums Leben kamen, wurde ebenfalls von Kameras festgehalten. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie zunächst Block D und anschließend Block C sowie die anderen Blöcke gegenüber einstürzten und die Umgebung in eine Staubwolke hüllten. Die Trümmer, die nach dem Verfliegen der Staubwolke zum Vorschein kamen, verdeutlichten das verheerende Ausmaß des Erdbebens. 

KNAPP DEM TOD ENTRONNEN

Eine weitere Aufnahme wurde auf dem Aserbaidschan-Boulevard gemacht. Eine Person in einem Supermarkt rettete sich 7 Sekunden nach Beginn des Erdbebens ins Freie. Im weiteren Verlauf der Aufnahmen ist zu sehen, wie das Gebäude, in dem sich der Supermarkt befand, 25 Sekunden später in sich zusammenfiel.

Andere Aufnahmen zeigen das Schwanken eines öffentlichen Linienbusses und eines Sattelzugs, woraufhin der Lkw-Fahrer aus dem Fahrzeug stieg und floh. Die Bilder zeigen zudem ein Nachbeben, das sich 11 Minuten nach dem ersten Beben um 04:28 Uhr ereignete, und wie sich Erdbebenopfer in diesem Moment an einem Lichtmast festhielten.