Neue Details zur „Kafes“-Operation! Bank durch unrechtmäßige Kredite um 12 Millionen geschädigt
Im Rahmen der von Innenminister Ali Yerlikaya angekündigten „Kafes“-Operation, die sich gegen 367 Verdächtige in 56 Provinzen richtete, wurden bei der Razzia in Istanbul 22 Personen festgenommen. Es wird berichtet, dass die Verdächtigen unrechtmäßig Handwerker-Unterstützungskredite vermittelt haben. Wie bekannt wurde, erstellten die Verdächtigen für die Kreditnehmer rückwirkend Steuerregistrierungen. Unter den Verdächtigen befinden sich auch Bankangestellte. Der Bank soll durch die Machenschaften ein Schaden in Höhe von 12 Millionen Lira nach aktuellem Kurs entstanden sein.
Müslim Sarıyar
Müslim SARIYAR /12punto.com.tr
Unter der Koordination der Generaldirektion für Sicherheit und der Abteilung für die Bekämpfung von Schmuggel und organisiertem Verbrechen führten die entsprechenden Abteilungen sowie die Finanzdezernate in 56 Provinzen die „Kafes-Operation“ durch. Während bei den von Innenminister Ali Yerlikaya bekannt gegebenen Einsätzen die Festnahme von 367 Verdächtigen angestrebt wurde, konnten bislang 150 Verdächtige gefasst werden. Im Rahmen der Operation in Istanbul erzielte das Istanbuler Dezernat für die Bekämpfung von Finanzkriminalität einen wichtigen Erfolg.
HANDWERKER-UNTERSTÜTZUNGSPAKET
Der Prozess, der in einer Razzia mündete, steht im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten bei einer staatlichen Bank bezüglich des „Handwerker-Unterstützungspakets“ während der Covid-19-Pandemie im Zeitraum vom 6. März bis 12. Juni 2020. Den Vorwürfen zufolge ermöglichten einige Verdächtige durch Unregelmäßigkeiten auch Personen, die keine Handwerker waren, von diesem Paket zu profitieren, nachdem die Entscheidung getroffen worden war, Kredite in Höhe von 25.000 Lira sowie Kreditkarten mit einem Limit von 25.000 Lira für Handwerker bereitzustellen.
GEFÄLSCHTE STEUERREGISTRIERUNG
Durch polizeiliche Ermittlungen wurde festgestellt, dass die Verdächtigen für Personen, die keine Handwerker waren, rückwirkend Steuerregistrierungen erstellten und diese als steuerpflichtige Gewerbetreibende ausgaben. Es wurde bekannt, dass die Verdächtigen die Personen, für die sie Steuerunterlagen fälschten, als Handwerker deklarierten und ihnen so den Erhalt von Bankkrediten ermöglichten. Es wurde nachgewiesen, dass die Kreditnehmer für diesen Vorgang Provisionen an die Verdächtigen zahlten.
SCHADEN IN HÖHE VON 12 MILLIONEN
Die Ermittlungen ergaben zudem, dass die Verdächtigen wie eine kriminelle Vereinigung agierten. Es wurden 22 Verdächtige identifiziert, darunter auch Bankangestellte. Der entstandene Schaden beläuft sich nach aktuellem Kurs auf 12 Millionen Lira.
17 VERDÄCHTIGE FESTGENOMMEN
Bei der am Morgen von Polizeieinheiten durchgeführten Operation wurden 17 der 22 Verdächtigen festgenommen. Gegen die Verdächtigen wird wegen „Gründung einer Organisation zur Begehung von Straftaten“ und „Ermöglichung der Gewährung eines Kredits, der von Banken oder anderen Kreditinstituten nicht hätte vergeben werden dürfen“ ermittelt. Während die Arbeiten zur Festnahme der fünf weiteren Verdächtigen andauern, wurde mitgeteilt, dass die Verfahren gegen die bereits Festgenommenen fortgesetzt werden.