Ogün Samast erschien am Justizgebäude von Akçaabat: Nach 20 Tagen wieder gesehen
Ogün Samast, der Mörder des Chefredakteurs der Zeitung AGOS, Hrant Dink, war vor 20 Tagen aus der Haft entlassen worden. Samast begab sich zum Justizgebäude in Akçaabat, um im Rahmen eines gegen ihn laufenden Verfahrens per SEGBİS auszusagen.
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Ogün Samast, der Mörder des Chefredakteurs der Zeitung AGOS, Hrant Dink, hat nach seiner Haftentlassung in Trabzon per Video- und Audiosystem (SEGBİS) in dem gegen ihn laufenden Verfahren ausgesagt.
Samast war am 15. November 2023 aus dem F-Typ-Gefängnis Bolu im Rahmen einer "bedingten Entlassung" freigekommen. Nach seiner Entlassung hatte die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs "Straftaten im Namen einer bewaffneten Terrororganisation, ohne selbst Mitglied zu sein" eingeleitet und eine Anklageschrift erstellt. In der Anklageschrift wurde eine Freiheitsstrafe von 5 bis 10 Jahren für Samast gefordert.
Samast erschien in seiner Heimatstadt Trabzon am Justizgebäude von Akçaabat, um in dem gegen ihn eröffneten Verfahren auszusagen. In der Umgebung des Justizgebäudes trafen zahlreiche zivile Polizeieinheiten Sicherheitsvorkehrungen.
Samast nahm über SEGBİS vom 1. Strafgericht erster Instanz in Akçaabat an der Verhandlung teil, die vor dem 14. Schwurgericht in Istanbul stattfand. Samast sagte etwa 2 Stunden lang aus.
In seiner Aussage räumte Samast ein, Dink getötet zu haben, behauptete jedoch, dass es bei dem Vorfall keine Verbindung zu einer Organisation gegeben habe. Samast behauptete zudem, dass nach seiner Festnahme und Inhaftierung psychischer Druck auf ihn ausgeübt worden sei.
Nach der Aussage von Samast vertagte das Gericht die Verhandlung auf den 21. Januar 2024.