Operation des MİT gegen FETÖ-Finanzstruktur: Zwangsverwaltung für zwei Supermarktketten
In einer von Istanbul aus koordinierten Großoperation in neun Provinzen wurde gegen den Finanzarm der FETÖ vorgegangen. Insgesamt 26 Personen, darunter Z.D., der Eigentümer der Supermarktketten HAKMAR und TATBAK, wurden festgenommen. Für HAKMAR und TATBAK wurde eine Zwangsverwaltung angeordnet.
İHA
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Der türkische Geheimdienst MİT, die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul und die Abteilung für Finanzkriminalität der Istanbuler Polizei führten eine gemeinsame, zeitgleiche Operation in neun Provinzen durch, die sich gegen die aktuelle Finanzstruktur der FETÖ richtete.
Im Zuge der Operation wurden insgesamt 26 Personen festgenommen, darunter Z.D., der Eigentümer der Supermarktketten HAKMAR und TATBAK mit rund 800 Filialen, der als Finanzier der Organisation gilt, sowie C.G., ein aus dem Polizeidienst entlassener Beamter, der als Kurier für die Verteilung der Finanzmittel der Organisation fungierte, und 24 weitere Personen, die finanzielle Unterstützung erhielten.
"GÜLEN HAT MICH AUFSTEIGEN LASSEN"
"Dank Fethullah Gülen bin ich aufgestiegen, selbst wenn mein Vermögen verloren geht, soll es ein Opfer sein", so Z.D., der Eigentümer der HAKMAR- und TATBAK-Ketten. Bei einer Durchsuchung seines Hauses wurden Materialien sichergestellt, die mit der Organisation in Verbindung stehen. Es wurde festgestellt, dass Z.D. gemäß den Anweisungen der FETÖ-Strukturen im Ausland regelmäßig Geldtransfers an Mitglieder der Organisation in der Türkei durchführte. Als Quelle hierfür wurde die HAKMAR-Unternehmensgruppe genutzt. Gegen Z.D., gegen den zahlreiche Anzeigen vorlagen, wurde ermittelt, dass er unter dem Vorwand von "Opferspenden, Pilgergeldern und Mitgliedschaften für die Zeitung Zaman" Gelder für die FETÖ sammelte. Zudem wurde festgestellt, dass Z.D. gezielt Personen bei der HAKMAR-Supermarktkette beschäftigte, die als FETÖ-Mitglieder registriert waren oder weiterhin Sympathien für die Organisation hegten.
26 PERSONEN FESTGENOMMEN
Die zeitgleiche Operation fand in Istanbul, Ankara, Sakarya, Osmaniye, Bayburt, Giresun, Malatya, Yalova und Bolu statt. 26 Personen mit Verbindungen zur FETÖ wurden festgenommen. Im Hauptsitz von HAKMAR in Istanbul-Sancaktepe wurden zahlreiche ineinander verschachtelte, verschlüsselte Türen entdeckt, die den organisatorischen Gepflogenheiten entsprachen. Es wurde festgestellt, dass dort hohe Sicherheitsvorkehrungen herrschten und in den Räumlichkeiten organisatorische Treffen abgehalten wurden. Es wurde nachgewiesen, dass der FETÖ-Anhänger Z.D. seine Unternehmen HAKMAR und TATBAK für die Geldtransfers der Organisation nutzte.
Der entlassene Polizeibeamte C.G., der bereits seit längerer Zeit von den Sicherheitskräften observiert wurde, arbeitete demnach illegal bei HAKMAR und reiste auf Anweisung von Z.D. durch verschiedene Provinzen, um Gelder an Mitglieder der Organisation zu verteilen. Es wurde festgestellt, dass C.G. Bargeldhilfen an Personen weiterleitete, die aus dem Staatsdienst entlassen wurden und den geheimen Strukturen der FETÖ angehörten, sowie an deren nahe Angehörige.
ZWANGSVERWALTUNG FÜR HAKMAR UND TATBAK ANGEORDNET
Als Ergebnis der Operation, die unter der Koordination des MİT, der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul und der Abteilung für Finanzkriminalität der Istanbuler Polizei durchgeführt wurde, wurden bei Durchsuchungen in drei Unternehmenszentralen der HAKMAR-Gruppe zahlreiche Materialien sichergestellt, die die Verbindungen zur FETÖ und das Finanznetzwerk belegen.
Aufgrund des Vorwurfs der Finanzierung der FETÖ wurde für die Supermarktketten HAKMAR und TATBAK, gegen die in neun Provinzen ermittelt wurde, eine Zwangsverwaltung angeordnet.