Prof. Dr. Celal Şengör mit markanter Einschätzung zu den Erdbeben auf Santorin: 'Dann heißt es für uns alle Lebewohl'

Prof. Dr. Celal Şengör hat sich mit einer bemerkenswerten Äußerung zur Erdbebenserie geäußert. Mit Blick darauf, dass die Beben vom Vulkan auf Santorin ausgehen, betonte Şengör: Sollte der Vulkan auf Santorin ausbrechen, dann heißt es für uns alle Lebewohl.

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Die seismische Aktivität auf der griechischen Insel Santorin, die in unmittelbarer Nähe zur Türkei liegt, sorgt weiterhin für Diskussionen. In der Region haben sich in der letzten Woche mehr als 400 Erdbeben ereignet. Viele dieser Beben erreichten eine Stärke von über 4,0. Prof. Dr. Celal Şengör bewertete diese Beben im Ägäischen Meer.

"DER VULKAN DORT IST BEREITS AKTIV"

Şengör besuchte die Stadt Muğla auf Einladung der dortigen Stadtverwaltung. Bei der Bewertung der Erdbeben in der Ägäis sagte Şengör: "Ich habe mich über die Art der Beben und ihre Tiefe informiert; sie lag bei 7 Kilometern. Das ist eine normale Tiefe, etwas, das man erwartet. Aber um welche Art von Beben handelt es sich? Und wo genau konzentrieren sie sich? Nun, der Vulkan dort ist ohnehin aktiv."

"WENN DER AUSBRICHT, DANN HEISST ES FÜR UNS ALLE LEBEWOHL"

Im weiteren Verlauf seiner Rede erregte Şengör mit dem Satz "Wenn der dort ausbricht, dann heißt es für uns alle Lebewohl" Aufmerksamkeit und fuhr fort:

"Was sind das für Arten von Beben? Das würde ich sehr gerne sehen. Unsere Leute werden die Herdflächenlösungen wahrscheinlich erstellen. Man muss die Daten rechtzeitig erhalten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es unmöglich, etwas dazu zu sagen.

GIBT ES EIN TSUNAMI-RISIKO?

Eines lässt sich jetzt schon sagen. Wie sehen diese auf der Karte aus? Jede der Verwerfungen hier ist eine Normalverwerfung. All diese können einen Tsunami auslösen. Denn damit ein Tsunami entstehen kann, muss es zu einer Verschiebung am Meeresboden kommen. Die Topografie muss sich verändern.

BEISPIEL ISTANBUL

In Istanbul ist das zum Beispiel nicht so. Die Verwerfung in Istanbul ist eine Blattverschiebung. Dort besteht die Gefahr eines Tsunamis nur, wenn es zu einem Erdrutsch kommt. Aber wenn ein Erdrutsch stattfindet, kann es dort zu Wellenhöhen von bis zu 7 Metern kommen."