Versiegelung eines Hebammenzentrums: Debatte um Geburtsrechte wächst

Die Schließung eines Zentrums einer freiberuflichen Hebamme, die dort Geburtsbegleitung anbot, hat für Aufsehen gesorgt. Der Verband der freiberuflichen Hebammen (Serbest Ebeler Derneği) kritisierte den Vorfall scharf und betonte, dass das Zentrum im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen arbeite. „Die Geburtsrechte von Frauen und der Arbeitsbereich freiberuflicher Hebammen dürfen nicht angetastet werden“, erklärte der Verband.

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Im Stadtteil Göztepe in Kadıköy wurde das Zentrum einer freiberuflichen Hebamme, die werdenden Müttern Schwangerschaftsvorsorge und Unterstützung bei physiologischen Geburten anbot, durch das Gesundheitsamt des Bezirks Kadıköy versiegelt. 

Der Verband der freiberuflichen Hebammen bezeichnete die Situation als willkürlichen und inakzeptablen Eingriff und reagierte mit Protest auf den Vorfall. 

Elif Selimoğlu, Vorstandsmitglied und Hebamme, die im Namen des Verbandes eine Erklärung abgab, wies darauf hin, dass diese Maßnahme nicht nur eine Bedrohung für freiberuflich tätige Hebammen darstelle, sondern auch für die freie und bewusste Entscheidung von Frauen bei der Geburt.

„WIR ENTSCHEIDEN, WO UND MIT WEM WIR GEBÄREN“

Der Verband betonte, dass ein frauenzentriertes, kontinuierliches und sicheres Hebammenbetreuungsmodell bei der Geburt die körperliche und geistige Gesundheit der Frauen stärke, den familiären Zusammenhalt unterstütze und durch die Reduzierung medizinischer Eingriffe die Zahl der natürlichen Geburten erhöhe.

Frauen, die von freiberuflichen Hebammen unterstützt werden, äußerten sich wie folgt:

„Die Geburt ist ein Wendepunkt in unserem Leben. Wir möchten mit Hebammen gebären, die uns kennen und die uns seit Beginn der Schwangerschaft begleiten. Wir fordern die Unterstützung dieses sicheren, wissenschaftlichen und frauenzentrierten Betreuungsmodells sowie den Respekt vor unseren Geburtsentscheidungen. Wir wollen selbst entscheiden, wo und mit wem wir gebären. Wir stehen heute hier an der Seite unserer Hebammen.“