Waffenwerkstatt hinter dem Schrank entdeckt: 'Glock'-Nachbauten zum halben Preis
Teams der Abteilung zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens der Istanbuler Polizei führten eine Razzia in einem Gebäude in Ümraniye durch. Bei der Durchsuchung wurde hinter einem Schrank im Eingangsbereich eine illegale Waffenwerkstatt entdeckt. In der Werkstatt wurden 73 Pistolen, Munition und Bargeld beschlagnahmt.
Müslim Sarıyar
Müslim SARIYAR- 12punto.com.tr
Teams der Abteilung zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens der Istanbuler Polizei führten im Rahmen von Ermittlungen zur Ergreifung von Personen, die Waffen herstellen, handeln und schmuggeln, sowie zur Identifizierung von Personen, die kriminelle Organisationen mit Waffen versorgen, eine Razzia in einem Gebäude in Ümraniye durch. Als die Polizei das Gebäude betrat, schien zunächst alles normal. Doch beim Öffnen eines Schranks im Eingangsbereich entdeckten die Beamten eine Tür, die in eine versteckte Werkstatt führte. In der Werkstatt beschlagnahmte die Polizei eine große Anzahl an nachgebauten Glock-Pistolen. Es wurde bekannt, dass das Original für 4.000 Dollar verkauft wird, während die Hersteller diese Nachbauten für 60.000 TL anboten.
73 WAFFEN BESCHLAGNAHMT
Bei der Operation wurden die fünf Tatverdächtigen Y.M.V., M.Y., O.K., S.Ç. und M.A. festgenommen. Bei Durchsuchungen der Geschäftsräume, Wohnadressen und Fahrzeuge der Verdächtigen wurden vier illegale Waffenwerkstätten, 73 Pistolen, 57 dazugehörige Magazine, 4.985 Waffengehäuse, 2.074 Schlitten, 1.087 offene Läufe, 4.000 Bauteile für die Waffenherstellung (Abzugsmechanismen, Stifte, Schließfedern, Achsen, Auszieher), 4.192 Waffenkoffer in 252 Kartons, zwei Waffenkoffer-Formen, vier Waffengehäuse-Formen, drei Magazin-Formen, sechs Laserdrucker, drei Schraubstöcke, fünf Testschussbehälter mit Hülsen, ein Sack Polymer-Rohmaterial für die Gehäuseproduktion, eine ballistische Weste sowie 22.155 Lira Bargeld sichergestellt.
Nach ihren Vernehmungen wurden die Verdächtigen dem Gericht vorgeführt. Vier von ihnen wurden inhaftiert und in ein Gefängnis überstellt. M.A. wurde unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.