Visaschock für AKP-Politiker Mehmet Metiner aus den USA: Antrag wegen Verdachts auf ‚Nichtrückkehr in die Türkei‘ abgelehnt
Der Visumantrag des ehemaligen AKP-Abgeordneten Mehmet Metiner für die USA wurde abgelehnt. Metiner teilte den Prozess und die Begründung der Ablehnung über seinen Social-Media-Account mit.
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Mehmet Metiner, der zwischen 2011 und 2018 als Abgeordneter für die AKP tätig war und für seine markanten Auftritte in Fernsehdebatten bekannt ist, hatte ein US-Visum beantragt. Über seinen Social-Media-Account gab er bekannt, dass sein Antrag negativ beschieden wurde.
ER SCHILDERTE DEN ANTRAGSPROZESS
Metiner erklärte, er habe seinen Antrag zusammen mit einem Empfehlungsschreiben des Außenministeriums bei der US-Botschaft in Ankara eingereicht. Er berichtete, dass er seinen Diplomatenpass vorgelegt habe und ihm die Fragen gestellt wurden, ob er Abgeordneter und ob er Journalist sei, worauf er jeweils mit „Ja“ geantwortet habe. Daraufhin hätten ihn die Beamten gebeten, im Wartebereich Platz zu nehmen, man werde ihn aufrufen.
„ICH WURDE 45 MINUTEN LANG WARTEN GELASSEN“
Metiner merkte an, dass er etwa 45 Minuten gewartet habe, während einige Personen, die nach ihm gekommen waren, ihre Angelegenheiten erledigen konnten und gingen. Daraufhin sei er zum Beamten gegangen und habe gesagt: „Ich habe ein Schreiben unseres Außenministeriums bei mir. Ich besitze einen Diplomatenpass. Dass ich auf diese Weise warten gelassen werde, ist überhaupt nicht angenehm und entwürdigend. Wenn ich weiter warten muss, möchte ich meinen Pass zurück.“ Kurz darauf sei er in eine andere Kabine gerufen worden, wo ihm schriftlich mitgeteilt wurde, dass sein Antrag abgelehnt worden sei.
WAS IST DER GRUND FÜR DIE ABLEHNUNG?
Metiner teilte mit, dass in dem ihm ausgehändigten Dokument als Grund für die Ablehnung der Paragraph 214(b) des US-Einwanderungs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes genannt wurde. Dieser Paragraph besagt, dass der Antragsteller nicht genügend Bindungen nachweisen konnte, die eine Rückkehr in sein Heimatland garantieren.
Nach der Ablehnung habe er den Vorfall den zuständigen Stellen des Außenministeriums gemeldet, so Metiner: „Ich habe mit Bedauern erfahren, dass wir bei US-Bürgern nicht dasselbe tun. Es gibt in dieser Hinsicht keine Gegenseitigkeit. Dann frage ich hier: Warum nehmen sie von jemandem, dem sie kein Visum erteilen, auch noch detailliert Fingerabdrücke? Ich hoffe, unser Außenministerium wird diesbezüglich die notwendigen Schritte unternehmen.“
ABLEHNUNG MEINES US-VISUMANTRAGS/2
— Mehmet Metiner (@MetinerBasin) 20. April 2026
Er starrte auf meinen Diplomatenpass.
„Sind Sie Abgeordneter?“, fragte er.
„Außerdem Journalist“, sagte er.
„Ja“, sagte ich.
„Warten Sie bitte?“, sagte er.
Er zeigte meinen Pass einer Dame weiter hinten. Sie sprachen kurz miteinander. Er kam zurück.
„Warten Sie bitte im Wartebereich?“…
„ICH HABE ES ZUM TESTEN BEANTRAGT“
In seiner Bewertung der Visumablehnung äußerte Metiner: „Warum die USA meinen Visumantrag negativ beantwortet haben, ist kein Geheimnis. Der Grund ist mein Widerstand gegen die Politik der USA und Israels. Dies in den Medien lautstark zu äußern. So weit reicht ihr Freiheitsverständnis eben! Ehrlich gesagt hatte ich damit gerechnet, dass sie kein Visum erteilen würden. Ich habe mich nicht geirrt. Trotzdem habe ich den Antrag gestellt, um es zu testen. Alles hat sein Gutes.“
ABLEHNUNG MEINES US-VISUMANTRAGS/3
— Mehmet Metiner (@MetinerBasin) 20. April 2026
Warum die USA meinen Visumantrag negativ beantwortet haben, ist kein Geheimnis.
Der Grund ist mein Widerstand gegen die Politik der USA und Israels.
Dies in den Medien lautstark zu äußern.
So weit reicht ihr Freiheitsverständnis eben!
Ehrlich gesagt hatte ich damit gerechnet, dass sie kein Visum erteilen würden.…