Vizeaußenminister Ahmet Yıldız: Etwa 700 Personen warten im Gazastreifen auf Evakuierung in die Türkei

Der stellvertretende Außenminister Ahmet Yıldız erklärte vor dem Auswärtigen Ausschuss der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM): „Stand gestern warteten etwa 700 Personen im Gazastreifen auf eine Evakuierung“, und gab damit Informationen über die Personen bekannt, die versuchen, aus dem Kriegsgebiet in die Türkei zu gelangen.

İHA

Der Auswärtige Ausschuss der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) trat unter dem Vorsitz des AKP-Abgeordneten für Ankara, Fuat Oktay, zusammen, um internationale Abkommen zu erörtern.

Ausschussvorsitzender Oktay wies auf die Geschehnisse zwischen Israel und Palästina hin und betonte, dass die von Israel begangenen Kriegsverbrechen nicht ignoriert werden dürften. Er erklärte: "Die klassischen Machtzentren, allen voran die westlichen Länder, sind mit der von ihnen geschaffenen internationalen Ordnung nicht mehr in der Lage, Probleme zu lösen. Um ihre eigenen Interessen zu schützen, entfernen sich diese Länder zunehmend von der Grundlage der Legitimität. Die Vereinten Nationen wiederum sind in allen Krisen, in denen die Interessen der Mitglieder des Sicherheitsrates nicht übereinstimmen, funktionsunfähig und wirkungslos".

322 TÜRKEN IM GAZASTREIFEN

Der stellvertretende Außenminister Ahmet Yıldız ging auf die Hilfslieferungen für Gaza ein und sagte: "Die erste Lieferung unserer Sachspenden für den Gazastreifen erreichte am 13. Oktober den ägyptischen Flughafen El-Arisch und wird nun schrittweise fortgesetzt. Unsere Vorbereitungen für den Versand von Hilfsgütern per Schiff dauern an. Um die Posten kurz aufzuzählen: Bisher sind unter anderem 5.000 Decken, rund 3.000 Lebensmittelpakete, 20.000 medizinische Hilfsgüter und ähnliche Materialien in Ägypten eingetroffen. Sie werden in Zusammenarbeit mit den ägyptischen Behörden gelagert. Sobald es die Möglichkeiten am Grenzübergang Rafah zulassen, werden sie in den Gazastreifen gebracht".

In Bezug auf den Gazastreifen erklärte Yıldız: "Stand gestern warteten etwa 695 Personen auf eine Evakuierung; davon sind 322 Staatsbürger der Republik Türkei, 104 Staatsbürger der Türkischen Republik Nordzypern, 214 palästinensische Angehörige türkischer Staatsbürger – darunter Ehepartner sowie Verwandte wie Cousins oder Neffen – und 55 Mitarbeiter unserer Institutionen, wie etwa Personal der Nachrichtenagentur Anadolu, von TRT und dem Gesundheitsministerium".