Vogelgrippe-Alarm in Frankreich

Frankreich hat nach der Entdeckung neuer Vogelgrippe-Fälle die Risikostufe auf „hoch“ angehoben. Das Landwirtschaftsministerium wies Geflügelfarmen an, die Vögel im Stall zu halten und zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

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Frankreich hat nach der Entdeckung neuer Vogelgrippe-Fälle die Risikostufe auf „hoch“ angehoben. Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, wurden Geflügelfarmen angewiesen, die Vögel im Stall zu halten und zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Die Vogelgrippe hat in den letzten Jahren weltweit zur Keulung von hunderten Millionen Vögeln geführt. Die Krankheit, die meist in den Herbst- und Wintermonaten auftritt, hat sich in den vergangenen Wochen in mehreren europäischen Ländern ausgebreitet, darunter Deutschland, die Niederlande und Belgien.

Frankreich hatte in der vergangenen Woche den ersten Vogelgrippe-Ausbruch dieser Saison auf einem Bauernhof in der Bretagne im Nordwesten des Landes gemeldet. Die Stufe „hohes Risiko“ bedeutet, dass sämtliches Geflügel in den Ställen gehalten werden muss und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

BEGRENZTE IMPFKAMPAGNE

Obwohl die Vogelgrippe in Lebensmitteln harmlos ist, ist ihre Ausbreitung für Regierungen und die Geflügelindustrie aufgrund der möglichen Schäden für die Bestände, der Gefahr von Handelsbeschränkungen und des Risikos einer Übertragung auf den Menschen besorgniserregend. Um die Krankheit zu bekämpfen, startete Frankreich Anfang Oktober eine Impfkampagne, die zunächst auf Enten begrenzt war, da diese das Virus leicht übertragen können, ohne selbst Symptome zu zeigen.

12,5 MILLIARDEN EURO EXPORTVOLUMEN

Der Vogelgrippe-Ausbruch bedeutet einen erheblichen Rückschlag für die französische Geflügelindustrie. Das Land ist einer der weltweit größten Geflügelproduzenten und erzielte im Jahr 2022 ein Exportvolumen von 12,5 Milliarden Euro.