Von der Stadtverwaltung Bodrum errichtetes Gebäude als „illegal“ eingestuft

Es wurde bekannt, dass für das Gebäude, das die Stadtverwaltung Bodrum im Jahr 2015 errichten ließ, keine Baugenehmigung vorliegt. Zudem wurde festgestellt, dass das Grundstück, auf dem das Gebäude steht, im Bebauungsplan als Park- und Sportfläche ausgewiesen ist.

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In der führenden türkischen Tourismusregion Muğla wurden in den vergangenen vier Jahren in allen Bezirken, allen voran in Bodrum, Marmaris und Fethiye, mehr als 128.600 illegale Bauten festgestellt.

Nach Daten des Ministeriums für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel steht Bodrum bei der Anzahl illegaler Bauten in der Provinz Muğla an zweiter Stelle – nun hat sich herausgestellt, dass die Stadtverwaltung selbst illegal gebaut hat.

Wie die Zeitung Gazete Duvar berichtet, hat die Direktion für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel der Provinz Muğla die Stadtverwaltung Bodrum schriftlich dazu aufgefordert, die Abrissverfahren zu beschleunigen, nachdem bekannt wurde, dass das 2015 von der Stadtverwaltung errichtete Gebäude illegal ist.

DIENTE ALS VERTRETUNGSBÜRO DES TÜRSAB

Es wurde bekannt, dass das betreffende Gebäude während der Amtszeit des damaligen Bürgermeisters von Bodrum, Mehmet Kocadon, auf einer Fläche errichtet wurde, die im Stadtteil Eskiçeşme (Parzelle 932, Flurstück 1) als Sportanlage und Park ausgewiesen ist.

Das Gelände, auf dem der Bau erfolgte, ist im „Revisions- und Ergänzungsbebauungsplan zum Schutz von Bodrum“ als Park- und Sportfläche verzeichnet. Obwohl das Grundstück im Plan nicht als Bauland ausgewiesen ist, wurde dort ein Gebäude errichtet. Für dieses Gebäude, das als „illegaler Bau“ eingestuft ist, konnten zudem keinerlei Unterlagen im Zusammenhang mit einer Bauamnestie gefunden werden.

Das Gebäude stand lange Zeit leer, bevor es 2022 als Vertretungsbüro des türkischen Reisebüroverbandes TÜRSAB in Bodrum genutzt wurde. Auf unsere Anfrage bei der Stadtverwaltung Bodrum bezüglich des aktuellen Status des Gebäudes erfolgte keine Stellungnahme.

Der Vorsitzende des regionalen Vertretungsgremiums des TÜRSAB, Mustafa Demir, erklärte dazu: „Leider habe ich keinerlei Informationen zu diesem Thema.“