Vorfall in Istanbul: Neue Entwicklung im Fall der Polizistin, die wegen ihrer Periode die Hose wechselte

Eine Polizistin, die während ihres Dienstes in Istanbul ihre Periode bekam und deshalb ihre Hose wechselte, wurde disziplinarisch belangt. Die Strafe, die wegen des Tragens einer zivilen Hose verhängt wurde, wurde nun gerichtlich aufgehoben.

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In Istanbul wurde gegen eine Polizistin, die während ihres Dienstes aufgrund ihrer Periode eine zivile Hose trug, ein Protokoll erstellt und eine Strafe verhängt. Diese Strafe wurde nun jedoch gerichtlich gekippt.

Die Polizistin war an einem Kontrollpunkt am Vodafone Park Stadion im Einsatz. Als sie die Toilette aufsuchte, bemerkte sie, dass sie ihre Periode bekommen hatte und ihre Hose verschmutzt war. Sie zog eine mitgebrachte zivile Hose an, kehrte an ihren Dienstposten zurück und trug darüber ihre polizeiliche Dienstweste.

Als der diensthabende männliche Kommissar fragte, warum sie eine zivile Hose trage, antwortete die Polizistin: "Mir ist Ayran über die Hose geschüttet worden." Daraufhin erhielt sie wegen "Tragens von Zivilkleidung außerhalb der erlaubten Fälle" eine Disziplinarstrafe in Form einer vier Tage langen Gehaltskürzung.

STRAFE IST RECHTSWIDRIG

Laut einem Bericht von Cihan Başakçıoğlu von Gazete Duvar legte die Polizistin gegen die Strafe Widerspruch ein und zog vor Gericht. In ihrer Aussage vor Gericht gab sie an, dass sie sich geschämt habe, offen über ihre Periode zu sprechen.

Das 7. Verwaltungsgericht Istanbul entschied, dass die verhängte Strafe nicht rechtmäßig sei.

Das Gericht stellte fest, dass die Polizistin ihren Dienst in offizieller Uniform angetreten hatte und erst danach ihre Hose wechselte. Es betonte, dass der Vorfall nicht ausreichend untersucht worden sei, und ordnete die Aufhebung der Strafe an.