Vorlesungsunterlagen warten im Gefängnis: Inhaftierte Studierende können sich nicht auf Prüfungen vorbereiten
Während die Prüfungen für Universitätsstudierende beginnen, haben inhaftierte Studierende im Gefängnis keinen Zugang zu ihren Lernunterlagen. Da aufgrund der Feiertage keine Prüfung der Unterlagen stattfinden kann, sind die Studierenden benachteiligt.
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Die Familien der Universitätsstudierenden, die nach den Protesten infolge der Inhaftierung des Bürgermeisters der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, festgenommen wurden, haben sich unter dem Namen Netzwerk der Elternsolidarität (Anne Baba Dayanışma Ağı) zusammengeschlossen.
Einer der Vertreter dieses Netzwerks, Ercan Özay, erklärte, dass die Prüfungen der Studierenden heute begonnen hätten und diese Situation zu schwerwiegenden Benachteiligungen führen könne.
In der Sendung von Gökmen Karadağ bei Halk TV sagte Özay: "Am Montag (heute) beginnen ihre Prüfungen. Wenn sie nicht an diesen Prüfungen teilnehmen können, wird dies zu ernsthaften Nachteilen für ihre Ausbildung führen. Wir haben Informationen, dass die Gerichtsverhandlung am 18. April stattfinden soll. Damit sie jedoch nicht hinter ihrem Lernstoff zurückbleiben, müssen sie sofort vor diesem Datum freigelassen werden."
Özay äußerte, dass die Studierenden Schwierigkeiten beim Zugang zu den notwendigen Ressourcen zur Prüfungsvorbereitung hätten. Er wies darauf hin, dass die Vorlesungsunterlagen ins Gefängnis geschickt werden müssten, die zuständige Kommission jedoch aufgrund der Feiertage keine Prüfung vornehmen könne. Özay fügte hinzu: "Wie sollen sich die Kinder auf die Prüfungen vorbereiten? Zudem stellt sich die Frage, ob die Mitglieder der Kommission in der Lage sein werden, die akademische Literatur angemessen zu beurteilen. Die meisten dieser Quellen sind in Fremdsprachen verfasst. Werden die Prüfer die Unterlagen ausreichend prüfen können, um eine positive oder negative Entscheidung zu treffen? Das lässt uns zweifeln. Außerdem möchten wir an die Universitäten appellieren, die Prüfungstermine zu verschieben."
UNTER DEN INHAFTIERTEN BEFINDET SICH AUCH EIN SCHÜLER
Das Netzwerk der Elternsolidarität gab bekannt, dass die inhaftierten Studierenden aus dem Gefängnis Metris heute in das Gefängnis Silivri verlegt werden und sich unter den Inhaftierten auch ein Schüler befindet.