Vorstoß der DEM-Partei für eine „Dreierkommission“ zur Entwaffnung der Terrororganisation PKK! Auffällige Betonung von „Öcalan“...
Im neuen Öffnungsprozess, den die Volksallianz als „Türkei ohne Terror“ bezeichnet, soll die DEM-Partei vorgeschlagen haben, eine Struktur aus Staat, Organisation und unabhängigen Beobachtern zu bilden, damit die Terrororganisation PKK die Waffen niederlegt.
12punto
Der Vorsitzende der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), Devlet Bahçeli, ist der Architekt des neuen Öffnungsprozesses, den die Regierung als „Türkei ohne Terror“ bezeichnet. Nach der Erklärung der Terrororganisation PKK zur Entwaffnung und Auflösung kommen weiterhin neue Details über den Prozess ans Licht.
Ein hochrangiger Vertreter der DEM-Partei erklärte, dass sie zur Wiederaufnahme des Lösungsprozesses eine dreigliedrige Struktur für die Entwaffnung der PKK vorgeschlagen hätten. Der Funktionär wies jedoch darauf hin, dass die AKP noch keine klare Position zu diesem Prozess eingenommen habe.
Der Autor von Halk TV, İsmail Saymaz, sprach mit dem DEM-Vertreter, der angab, dass die Regierung rechtlichen Reformen im Zusammenhang mit Straftaten, die mit Terrorismus in Verbindung stehen, skeptisch gegenüberstehe. Diese Haltung verlangsame die Verhandlungen über einen Mechanismus für den Lösungsprozess. Der Vertreter sagte: „Die AK-Partei bringt ein Paket ein, das politische Prozesse und politische Straftaten nicht berühren wird. Wir werden uns dem entschieden widersetzen.“
VORGESCHLAGENE STRUKTUR FÜR DEN ENTWAFFNUNGSPROZESS: DREIERKOMMISSION
Der DEM-Vertreter, der mit Saymaz sprach, erklärte, dass die Struktur, die für die Entwaffnung der Terrororganisation PKK geschaffen werden soll, aus dem Staat, der PKK und unabhängigen Beobachtern bestehen müsse. Der Vertreter betonte, dass der Prozess durch einen dreigliedrigen oder neutralen Überwachungsmechanismus rechtlich und faktisch vorangetrieben werden müsse: „Die Diskussion zwischen Öcalan und dem Staat ist an folgendem Punkt angelangt: Das Wesentliche, das nach dem PKK-Kongress getan werden muss, ist eine Regelung im rechtlichen Rahmen und die praktische Entwaffnung. Dafür braucht es einen Mechanismus; unter der Aufsicht eines dreigliedrigen, zweigliedrigen oder unabhängigen Komitees. Das wird diskutiert. Die Regierung hat ihre Vorschläge und Ideen dazu noch nicht konkretisiert. Die Idee der kurdischen Bewegung ist klar. Neben einem Mechanismus, der aus der PKK und bestimmten Einheiten des Staates besteht, soll ein unabhängiges Komitee – das können Parteien, ein Unterausschuss des Parlaments oder eine Beobachterdelegation sein – in den Mechanismus eingebunden werden. Es gibt einen solchen Vorschlag.“
Derselbe Vertreter erklärte, dass die aktive Teilnahme des Terroristenführers Abdullah Öcalan am Prozess eine unverzichtbare Bedingung für die PKK sei und sagte: „Dies ist eine Bedingung für den Kongress.“
DIE HALTUNG VON AKP UND MHP ZUM ÖFFNUNGSPROZESS
Dem Vertreter zufolge steht die MHP der Wiederaufnahme des Öffnungsprozesses zwar vorsichtig, aber positiv gegenüber und verfolgt den Ansatz: „Was getan werden muss, sollte getan werden.“ Im Lager der AKP ist die Situation komplexer. Behauptungen zufolge verhält sich die Partei zurückhaltend, aus Sorge vor einem möglichen Stimmenverlust in der Öffentlichkeit und insbesondere aus der Befürchtung heraus, dass diese Regelungen auch in Verfahren mit FETÖ-Bezug verwendet werden könnten.
RECHTLICHE REGELUNG UND STRAFVOLLZUGSRABATT
Die Quelle aus der DEM-Partei erklärte, dass sie sich entschieden gegen die Strafvollzugsregelung wehren würden, die vor dem Feiertag auf die Tagesordnung kommen soll, falls diese keine politischen Straftaten und Verfahren abdecke:
„In dieser Form hat es nicht das Geringste mit einer Lösung zu tun. Wir fordern eine mutige Regelung, die auch politische Gefangene einschließt.“