Vorwürfe gegen PAPEL bei Razzia in Istanbul: 15 Personen inhaftiert

Bei einer in Istanbul gestarteten und auf 8 Provinzen ausgeweiteten Operation wegen angeblicher Verbindungen zu illegalen Wettgeldern wurden von 38 festgenommenen Personen 15 inhaftiert; 23 Verdächtige wurden unter Auflagen freigelassen.

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Im Rahmen einer umfassenden Untersuchung in Istanbul wurde eine groß angelegte Operation gegen ein Unternehmen durchgeführt, das elektronische Geld- und Zahlungsdienste anbietet. Im Zuge des von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geleiteten Verfahrens wurden Ermittlungen gegen PAPEL Elektronik Para ve Ödeme Hizmetleri A.Ş. sowie gegen die Unternehmensführung wegen „Verstoßes gegen das Gesetz über Wetten und Glücksspiele“ sowie „Geldwäsche aus Straftaten“ eingeleitet.

Den von den Behörden erstellten Prüfberichten und Analysen des Finanzkriminalitäts-Untersuchungsrates (MASAK) zufolge wurde festgestellt, dass die aus Straftaten stammenden Einnahmen regelmäßig über E-Geld-Institute in das Finanzsystem eingeschleust wurden.

Die Untersuchungen ergaben, dass versucht wurde, diese Gelder sowohl im Inland als auch über zahlreiche Unternehmen im Ausland zu waschen.

TMSF IN LIQUIDATIONSPROZESS EINBEZOGEN

Bei der Operation, die von Teams der Istanbuler Abteilung zur Bekämpfung von Finanzkriminalität durchgeführt wurde, fanden neben Istanbul auch in Ankara, Antalya, Balıkesir, Muğla, Tokat, Kocaeli und Bursa zeitgleiche Razzien statt. Während gegen 42 Verdächtige Haftbefehle erlassen wurden, konnten 38 von ihnen festgenommen und in Gewahrsam genommen werden. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen wurde mitgeteilt, dass der Einlagensicherungsfonds (TMSF) als Treuhänder für PAPEL eingesetzt wurde.

Nach Abschluss der polizeilichen Vernehmungen wurden die Verdächtigen an das Istanbuler Justizgebäude in Çağlayan überstellt. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Inhaftierung von 17 Personen, während für 21 Personen die Freilassung unter gerichtlicher Aufsicht gefordert wurde. Nach den Anhörungen vor Gericht wurden 15 Personen inhaftiert und in ein Gefängnis überstellt; 23 Personen wurden unter gerichtlichen Auflagen freigelassen.