Vorwürfe psychischer Gewalt an der Dokuz-Eylül-Universität! Studierende protestieren

Studierende der Fakultät für Schöne Künste der Dokuz-Eylül-Universität protestierten gegen die Behandlung eines Kommilitonen, der nach Angaben der Studierenden vom Dekan bedroht wurde. Die Studierenden erklärten, dass sie das Klima des Drucks an der Universität nicht länger hinnehmen werden.

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Es wurde berichtet, dass der Dekan der Fakultät für Schöne Künste der Dokuz-Eylül-Universität (DEÜ) einen Studierenden, der an Protesten teilgenommen hatte, in seinem Büro bedroht habe. Studierende, die angaben, dass ihr Kommilitone psychischer Gewalt ausgesetzt war, führten am Schuleingang eine Protestaktion durch.

Vor der Presseerklärung skandierten die Studierenden Parolen wie „Du wirst niemals alleine gehen“ und „Feiger Dekan“ und riefen eine Minute lang: „Was hat ein Student alleine im Büro des Dekans zu suchen?“

Wie aus einem Bericht von Birgün hervorgeht, erklärten die Studierenden in ihrer Presseerklärung: „Ein Kommilitone von uns begegnete auf den Treppen der Fakultät dem Dekan der Fakultät für Schöne Künste, Hacı Yakup Öztuna, als er mit einem Banner mit der Aufschrift ‚DEÜ GSF Akademischer Boykott‘ auf dem Weg von der Fakultät nach Hause war. Obwohl das Banner zusammengerollt unter seinem Arm war, nutzte der Dekan die Gelegenheit, dass unser Kommilitone in diesem Moment alleine war; ohne jegliche Erklärung riss er gewaltsam an dem Banner und griff unseren Kommilitonen mit Worten wie ‚Was soll das? Damit kannst du nicht in die Schule kommen‘ an.“

KREUZVERHÖR FÜR STUDIERENDEN

In der Erklärung, in der es hieß, dass ihr Kommilitone ohne jegliche Begründung in das Büro des Dekans gerufen wurde, wurde Folgendes festgehalten:

„Trotz der wiederholten Frage unseres Kommilitonen nach dem ‚Warum‘, ohne dass ein Grund genannt wurde, drängte man ihn mit den Worten ‚Komm du mal ins Büro, geh‘ hastig in das Büro der Person mit dem Namen Vekil Müdür, das sich neben dem Dekanatsbüro befindet. Zusammen mit zwei weiteren Personen im Raum wurde ein Kreuzverhör gegen unseren Kommilitonen eingeleitet. Die sofortige Aufnahme der Personalien und die Androhung eines Disziplinarverfahrens wurden als Mittel zur Einschüchterung und Drohung genutzt; der Student wurde unter Druck gesetzt, am Sprechen gehindert und durch drohende Worte psychischer Gewalt ausgesetzt.“

„WIR WERDEN UNS NICHT BEUGEN“

In der Erklärung, in der betont wurde, dass dieser Vorfall nicht nur eine Einschüchterung gegenüber einem einzelnen Studierenden, sondern ein offener Angriff auf alle Studierenden und die Meinungsfreiheit darstelle, hieß es weiter:

„Die Person namens Vekil Kemer, die sich im Raum befand, sagte zu unserem Kommilitonen, der sich verteidigen und erklären wollte: ‚Der Dekan ist nicht dein Ansprechpartner, normalerweise darfst du nicht einmal vor seinem Büro vorbeigehen! Du darfst nicht einmal reinkommen.‘ Damit hat er sowohl seine institutionelle Macht missbraucht als auch die verfassungsmäßigen Rechte des Studierenden offen verletzt. Universitäten sind Orte, an denen freies Denken und freie Meinungsäußerung geschützt werden müssen. Die Ausübung demokratischer Rechte durch Studierende ist kein Verbrechen, sondern eines der grundlegendsten, verfassungsrechtlich garantierten Rechte. Wir akzeptieren diese Rechtswidrigkeit nicht. Wir geben hiermit öffentlich bekannt, dass wir diesen Vorfall weiterverfolgen werden, dass wir als Studierende nicht alleine sind und dass wir uns dem Klima des Drucks nicht beugen werden.“