Vorwürfe über unrechtmäßige Ernennungen am Yunus Emre Enstitüsü: Werden Bekannten Doppelgehälter gezahlt?
Am Yunus Emre Enstitüsü (YEE) sind Vorwürfe über unrechtmäßige Ernennungen und Stellenbesetzungen mit Doppelgehältern laut geworden. Es wird behauptet, dass der neue Präsident Abdurrahman Aliy erfahrenes Personal entlassen und stattdessen Bekannte eingestellt habe. Zudem soll es in den Kulturzentren im Ausland zu ähnlichen Unregelmäßigkeiten gekommen sein.
12punto
Die Vorwürfe bezüglich Unregelmäßigkeiten am Yunus Emre Enstitüsü (YEE) reißen nicht ab.
Wie aus einem Bericht der Zeitung Cumhuriyet hervorgeht, soll der neue Präsident Abdurrahman Aliy, der die Nachfolge des angeblich im Ausland befindlichen Şeref Ateş antrat, erfahrenes Personal entlassen und stattdessen Bekannte auf unrechtmäßige Weise mit Doppelgehältern eingestellt haben.
Neben den angeblichen unrechtmäßigen Praktiken in den Kulturzentren in Rom, Wien, Köln, Peking, Madrid, Kairo und Baku wird Aliy vorgeworfen, ähnliche Ernennungen auch in der Zentrale des Instituts vorgenommen zu haben.
‘FÖRDERUNG VON AMTSMISSBRAUCH’
Eine Quelle gab an, dass Aliy Bekannte aus seiner früheren Tätigkeit an der Universität Istanbul und der Türkisch-Deutschen Universität bevorzugt habe. Zu den negativen Folgen dieser Situation äußerte sich die Quelle wie folgt: „Durch unbegründete, auf Vetternwirtschaft basierende akademische und administrative Ernennungen von außerhalb der Institution werden qualifizierte, erfahrene und kompetente Mitarbeiter der Stiftung ihrer Posten enthoben. Die zunehmenden Ernennungen dieser Art fördern den finanziellen Vorteil durch Doppelgehälter und den Amtsmissbrauch. Es geht hierbei keineswegs um Eignung oder Bedarf. Es findet eine Bevorzugung von Günstlingen statt.“
Im Zuge der Ermittlungen wegen „Scheinrechnungen“ am YEE waren nach dem Rücktritt von Kutalmış Yalçın, dem Ehemann der Ministerin für Familie und soziale Dienste Mahinur Göktaş und Sohn des stellvertretenden MHP-Vorsitzenden Semih Yalçın, 17 Personen festgenommen worden.