Vorwürfe von Gewalt und sexuellem Missbrauch in staatlichen Heimen: „Warum ist dieses Kind gestorben?“

Der Fraktionsvorsitzende der Saadet-Partei, Selçuk Özdağ, hat Vorwürfe von Gewalt und sexuellem Missbrauch in staatlichen Kinderheimen öffentlich gemacht. Özdağ richtete an die Behörden die Frage: „Warum ist unser 3,5-jähriger Adnan Berk, der der staatlichen Obhut anvertraut war, gestorben?“

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Der Fraktionsvorsitzende der Saadet-Partei, Selçuk Özdağ, behauptete auf einer Pressekonferenz im Parlament, dass trotz der vielen Namen, die im Zusammenhang mit den Vorwürfen in staatlichen Heimen im Raum stünden, bisher kein einziger Verantwortlicher vernommen worden sei. Er erklärte: „Viele Politiker haben diese Skandale und Verbrechen an jedem Ort, auch am Rednerpult der Großen Nationalversammlung der Türkei, zur Sprache gebracht, aber leider haben der Staat und die Institutionen diese Themen nicht einmal auf ihre Agenda gesetzt.“

Özdağ wies darauf hin, dass man bei einer Internetrecherche zu den Vorfällen in staatlichen Kinderheimen und sogenannten „Liebeshäusern“ (Sevgi Evleri) auf Hunderte von Berichten stoße, und nannte einige Beispiele für die in der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Vorwürfe von Gewalt und sexuellem Missbrauch an Kindern in diesen Einrichtungen.

„WARUM IST DER 3,5-JÄHRIGE ADNAN BERK GESTORBEN?“

Özdağ sprach davon, dass einige Kinder in den Heimen gestorben seien, und stellte die Fragen: „Warum ist unser 3,5-jähriger Adnan Berk, der der staatlichen Obhut anvertraut war, gestorben? Die Krankenhausunterlagen zeigen, dass das Kind innere Blutungen hatte, aber die Todesursache wurde nicht in den Totenschein eingetragen. Gibt es dafür einen speziellen Grund? Warum liegt kein Autopsiebericht vor? Warum werden die Angehörigen nicht informiert? Wenn der Staat sich nicht um Kinder wie diesen kleinen Jungen kümmert, wer soll es dann tun?“