Vorwurf des Datenlecks bei der App 'İstanbul Senin': Haftbefehl gegen 4 IBB-Mitarbeiter

Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat im Rahmen einer Untersuchung zu Vorwürfen, wonach persönliche Daten von Millionen Nutzern über die App „İstanbul Senin“ in das Ausland gelangt sein sollen, Haftbefehle gegen vier Mitarbeiter der Stadtverwaltung Istanbul (IBB) erlassen.

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Im Zuge der Ermittlungen wurden Haftbefehle gegen zwei Mitarbeiter der IBB-Abteilung für Smart City sowie zwei Mitarbeiter des Kommunikations-Koordinationszentrums erlassen.

In einer Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul heißt es dazu:

"Im Rahmen der von unserer Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungen gegen eine von Ekrem İMAMOĞLU gegründete kriminelle Vereinigung wurde festgestellt, dass über die App „İSTANBUL SENİN“ die persönlichen Daten und Standortinformationen von 4,7 Millionen Nutzern an zwei verschiedene Länder im Ausland weitergegeben wurden. Zudem wurden die persönlichen Daten und Standortinformationen von 3,7 Millionen Nutzern im „Darknet“ zum Verkauf angeboten. Des Weiteren wurden die Wahldaten von 11 Millionen unserer Bürger in die Unteranwendung „İBB HANEM“ innerhalb derselben App eingespeist und unbefugt aus dem Programm herausgeleitet. Aufgrund der Aussagen, die bei unserer Generalstaatsanwaltschaft aufgenommen wurden, sowie der festgestellten Verbindungen zu den Führungskräften der Organisation und der nachgewiesenen Beteiligung an der Verarbeitung und Übermittlung der Daten ins Ausland, wurden gegen insgesamt (4) Verdächtige – zwei davon aus der IBB-Abteilung für Smart City und zwei aus dem Kommunikations-Koordinationszentrum – Haftbefehle wegen rechtswidriger Verbreitung personenbezogener Daten und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung erlassen."