Vorwurf des Wegsehens bei illegalen Bauten: Entscheidung im Fall Hilmi Türkmen gefallen

Der Grundstückseigentümer Faruk Kıyım hatte in Üsküdar Strafanzeige gegen die früheren Verantwortlichen der Stadtverwaltung Üsküdar wegen illegaler Bauten auf seinem Gelände erstattet. Im Wiederaufnahmeverfahren gegen den ehemaligen Bürgermeister Hilmi Türkmen wurde nun das Urteil verkündet.

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Der Grundstückseigentümer Faruk Kıyım hatte in Üsküdar Strafanzeige gegen die früheren Verantwortlichen der Stadtverwaltung Üsküdar erstattet, da illegale Bauten auf seinem Eigentum nicht abgerissen wurden und den Verantwortlichen vorgeworfen wurde, dies geduldet zu haben. Kıyım beschuldigte den ehemaligen Bürgermeister von Üsküdar, Hilmi Türkmen (AKP), sowie die damaligen Führungskräfte Bayram Kaya, Duran Kurnaz, Abdullah Ayaz und Volkan Raşit Özcan des „Amtsmissbrauchs“.

Wie İsmail Arı von BirGün berichtet, wurden Hilmi Türkmen und die anderen Stadtverantwortlichen in erster Instanz freigesprochen. Faruk Kıyım legte jedoch Berufung gegen das Urteil ein, woraufhin der Fall vor das Regionalgericht Istanbul (İstanbul Bölge Adliye Mahkemesi) kam.

ENTSCHEIDUNG ZUR WIEDERAUFNAHME

Die 13. Strafkammer des Regionalgerichts Istanbul ordnete die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen den ehemaligen Bürgermeister Hilmi Türkmen an. Das Gericht begründete die Anweisung zur Neuverhandlung damit, dass Türkmen im ersten Prozess nicht angehört worden sei und ein schriftliches Freispruchsurteil rechtswidrig gewesen sei.

FREISPRUCH IM ZWEITEN PROZESS

In der zweiten Verhandlung am 16. Dezember 2024 sprach das Gericht Hilmi Türkmen erneut frei. Der Richter urteilte, dass der ehemalige Bürgermeister unschuldig sei, da „die gesetzlichen Tatbestandsmerkmale nicht erfüllt“ seien.

Faruk Kıyım erklärte, dass er seit Beginn des Prozesses nach Gerechtigkeit suche und der erneute Freispruch für ihn eine Enttäuschung sei. Kıyım betonte, dass er seinen Rechtsstreit fortsetzen werde.