Vorwurf: Kızılay soll sich das Vermögen einer Spenderin angeeignet haben!

Es wird behauptet, dass der Leiter der Kızılay-Niederlassung Karşıyaka die 89-jährige Zehra Özizmirli getäuscht und sich ihr Vermögen, bestehend aus 22 Immobilien, angeeignet habe. Die inzwischen verstorbene Frau soll beim Bekanntwerden der Wahrheit zusammengebrochen sein.

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Die Kızılay, die während der Erdbeben vom 6. Februar durch den Verkauf von Zelten in die Schlagzeilen geraten war, steht erneut wegen eines Skandals in der Kritik. Es wird behauptet, dass der Leiter der Kızılay-Niederlassung Karşıyaka die 89-jährige Zehra Özizmirli getäuscht und sich ihr Vermögen, das aus 22 Immobilien bestand, angeeignet habe. 

Dem Bericht von İsmail Arı von BirGün zufolge wollte die Frau namens Zehra Özizmirli im Jahr 2021 zwei ihrer Wohnungen als „wohltätige Spende“ für ihre verstorbenen Eltern an die Kızılay-Niederlassung Karşıyaka spenden. Den Vorwürfen zufolge sollen die Kızılay-Verantwortlichen die Frau „getäuscht“ und sie dazu gebracht haben, ihr gesamtes Vermögen, bestehend aus 22 Geschäften, Grundstücken und Wohnungen, die sich größtenteils in Manisa befanden, an die Kızılay zu überschreiben. 

Als Zehra Özizmirli erkannte, dass ihr gesamtes Vermögen entzogen worden war, reichte sie gemeinsam mit ihrer Tochter Klage gegen die Kızılay ein. Im Laufe des Gerichtsverfahrens gab die Kızılay gegenüber dem 4. Zivilgericht erster Instanz von Karşıyaka folgende Erklärung ab: 

„Zehra Özizmirli hat am 27. September 2021 ohne jegliche Beeinflussung oder Druck von außen aus freiem Willen die Niederlassung der Kızılay angerufen und mitgeteilt, dass sie eine Immobilien-Spende tätigen und diesbezüglich Informationen erhalten möchte. Daraufhin nahm der Niederlassungsleiter Kamil Karadeniz Kontakt mit ihr auf. Um die Klägerin kennenzulernen und Informationen zur Spende zu erhalten, wurde die Klägerin noch am selben Tag von der Sekretärin und Mitarbeitern der Niederlassung an ihrer Wohnadresse in İzmir-Bostanlı besucht. Die Klägerin wünschte eine schnelle Abwicklung der Vorgänge, um Einwände ihrer Tochter zu vermeiden. Aufgrund dieser Entwicklungen und der auf Wunsch der Klägerin durchgeführten Feststellungen wurden die Spendenannahmeverfahren für Zehra Özizmirli durch die mandatsführende Institution eingeleitet.

Um die Spendenverfahren für die Klägerin Zehra Özizmirli, die ihre Immobilien, Grundstücke und Anteile an die Türk Kızılay spenden wollte, zu starten, wurde am 29. September 2021 gemäß den Spendenannahmeverfahren der Kızılay-Zentrale ein handschriftlich verfasster und unterschriebener Spendenantrag von ihr entgegengenommen. Gemäß dem Antrag wurde die Spendenannahme bzw. -genehmigung an die Zentrale der mandatsführenden Institution gemeldet. Anschließend prüfte die Direktion für Immobilien-Spendenverwaltung der mandatsführenden Institution die zu spendenden Objekte und stellte fest, dass keine Bedenken bestanden. Darüber hinaus wurde der Spendenannahmeprozess eingeleitet, wobei die mandatsführende Institution die Klägerin in diesem Zeitraum regelmäßig besuchte, um ihre Bedürfnisse zu decken und ihre Anfragen zu erfüllen.“

In der von der Kızılay abgegebenen Erklärung wurde zudem behauptet, dass die 89-jährige Frau von ihrer Tochter schlecht behandelt worden sei. 

'ICH HABE SO VIEL GEWEINT, DASS ICH NICHT MEHR SEHEN KONNTE'

Zehra Özizmirli schilderte ihren Angehörigen und Anwälten vor ihrem Tod, was sie erlebt hatte. 

In ihrer Aussage, die auch auf Video aufgezeichnet wurde, sagte Özizmirli:

„Ich habe der Kızılay bisher sehr viel geholfen, ich habe immer noch meine Briefe. Sie haben mir Dankesschreiben geschickt. Ich sagte mir, ich gehe zur Kızılay. Ich fragte meine Nachbarn: ‚Könnt ihr mir die Adresse der Kızılay herausfinden?‘, und sie fanden die Adresse. Ich ging wegen zwei Wohnungen hin. ‚Ich werde der Kızılay zwei Wohnungen für meine Mutter und meinen Vater spenden‘, sagte ich. Sie nahmen die zwei Wohnungen, dann haben sie ohne mein Wissen mein gesamtes Vermögen recherchiert. Sie haben die Felder meines Vaters gefunden, von denen ich nichts wusste, und sie recherchiert. Er kam zu mir und sagte: ‚Tante Zehra, du hast so viel Vermögen in Alaşehir, was willst du in diesem Alter damit, ich habe sie alle auf die Kızılay übertragen‘, sagte er. Das hat er getan, ohne mich zu fragen. ‚Ich habe dir kein Vermögen mehr gelassen, alles, was du an Vermögen hattest, habe ich an die Kızılay gespendet‘, sagte er. Ich bin dort am Tisch zusammengebrochen. ‚Was soll ich jetzt essen, mein Sohn?‘, fragte ich. ‚Wir werden uns um dich kümmern‘, sagte er. ‚Wie soll ich meinen Lebensunterhalt bestreiten?‘, fragte ich. Ich esse nicht, ich trinke nicht, ich bin nur noch traurig. Ich habe so viel geweint, dass ich nicht mehr sehen konnte.“

VERSTARB IM JAHR 2024

Zehra Özizmirli verstarb am 12. August 2024 im Alter von 92 Jahren, während ihr Rechtsstreit noch andauerte. Einer der beiden gegen die Kızılay angestrengten Prozesse wurde abgewiesen, wogegen Berufung eingelegt wurde. Der andere Prozess läuft noch.