Vorwürfe zur Route nach Schiffskollision vor Silivri

Die Such- und Rettungsarbeiten für die Besatzung der „Tuğberk İmamoğlu“, zu der nach einer Kollision mit dem Schiff ALSU im Marmarameer der Kontakt abgebrochen ist, dauern an.

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Nach der Kollision zweier Handelsschiffe vor der Küste von Silivri im Marmarameer ist der Kontakt zu dem Schiff „Tuğberk İmamoğlu“, auf dem sich 10 Besatzungsmitglieder befanden, abgebrochen. In dem Gebiet, in dem das Schiff vermutlich gesunken ist, setzen die Teams der Küstenwache und der Küstensicherheit ihre Such- und Rettungsarbeiten aus der Luft und zu Wasser fort.

Der Eigentümer der Tuğberk İmamoğlu, Tahsin Doğruyol, erklärte nach dem Unfall, dass sich ihr Schiff auf seiner regulären Route befunden habe, und behauptete, dass sich das Schiff namens ALSU „auf einem Kurs befand, auf dem es nicht hätte sein dürfen“. Doğruyol behauptete zudem, dass der Kapitän vor dem Unfall versucht habe, Kontakt mit dem anderen Schiff aufzunehmen.

Doğruyol argumentierte, dass die erste Meldung nach dem Unfall vom Notfallgerät der Tuğberk İmamoğlu eingegangen sei und dass die Meldung vom Schiff ALSU erst später erfolgt sei. Zu den im Gebiet leer aufgefundenen Rettungsmitteln sagte er: „Unsere Leute haben versucht, die Rettungsboote zu Wasser zu lassen, aber wir wissen nicht, ob sie es geschafft haben, einzusteigen. Wir hoffen, dass sie gerettet wurden.“

NOTRUFSIGNAL UM 03.26 UHR EMPFANGEN

Der Minister für Verkehr und Infrastruktur, Abdulkadir Uraloğlu, gab bekannt, dass am frühen Morgen um 03.26 Uhr ein Notruf über das COSPAS-SARSAT-Satellitensystem im Hauptsuch- und Rettungszentrum eingegangen sei. Uraloğlu erklärte, dass das als EPIRB bekannte System Positions- und Rufdaten des Schiffes im Notfall übermittelt habe.

Nach Angaben von Minister Uraloğlu meldete der Kapitän der ALSU nach Versuchen, das Schiff über Türkiye Radyo zu erreichen, dass er gegen 03.15 Uhr mit einem Schiff kollidiert sei. Nach dieser Bestätigung wurden Einheiten der Küstensicherheit und der Küstenwache in das Gebiet entsandt.

Die Generaldirektion für Schifffahrt hatte bereits zuvor in einer Erklärung mitgeteilt, dass das Notsignal der Tuğberk İmamoğlu zugeordnet werden konnte. In der Erklärung wurde festgehalten, dass der Kapitän des Tankers ALSU um 03.41 Uhr dem Schiffsverkehrsdienst gemeldet habe, mit einem Schiff kollidiert zu sein, dessen Identität ihm unbekannt sei.

Da die Tuğberk İmamoğlu auf Rufe nicht reagiert und die Besatzungsmitglieder telefonisch nicht erreichbar sind, wird davon ausgegangen, dass das Schiff gesunken sein könnte. Die Such- und Rettungsmaßnahmen dauern in dem Gebiet an, in dem die Meerestiefe 800 bis 900 Meter erreicht.