Warnung aus Russland an die Türkei vor Syrien-Offensive: „Inakzeptabel“
Alexander Lawrentjew, Sondergesandter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, erklärte nach dem Syrien-Treffen im Astana-Format, dass eine mögliche Militäroperation der Türkei in Syrien „inakzeptabel“ sei.
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Nach dem 22. Syrien-Treffen in der kasachischen Hauptstadt Astana äußerte sich der Sondergesandte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Alexander Lawrentjew, gegenüber Sputnik zur Möglichkeit einer neuen militärischen Operation der Türkei in Syrien.
Lawrentjew betonte, dass Moskau diese Situation entschieden ablehne und erklärte: „Wir akzeptieren das nicht, das haben wir bereits mehrfach betont. Wir hoffen, dass die türkische Seite von solchen Schritten absieht, da eine solche Operation negative Folgen in Syrien haben könnte.“
„MÖGLICHE OPERATION WÜRDE DIE REGION DESTABILISIEREN“
Lawrentjew unterstrich, dass eine türkische Offensive das Problem nicht lösen, sondern im Gegenteil weiter verschärfen würde. „Unter den derzeitigen Bedingungen, in denen die Krisen an der libanesisch-israelischen Grenze und im Gazastreifen nicht gelöst sind, könnte eine mögliche Operation die Region destabilisieren“, sagte Lawrentjew und wies darauf hin, dass Strukturen wie die aus Al-Qaida hervorgegangene Hai'at Tahrir asch-Scham (HTS), die in der syrischen Region Idlib operiert, von dieser Situation profitieren könnten.
ERDOĞAN HATTE MÖGLICHE OPERATION SIGNALISIERT
Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte hingegen am 10. November bei einer Gedenkveranstaltung im Anıtkabir ein Signal für eine neue grenzüberschreitende Operation gegeben, als er sagte: „Ich hoffe, dass wir in der kommenden Zeit die fehlenden Glieder der Sicherheitszone, die wir entlang unserer Grenzen geschaffen haben, vervollständigen werden.“
„OFFEN FÜR VERHANDLUNGEN MIT DEN USA UND SYRIEN“
Lawrentjew erklärte, dass Russland bereit sei, die Syrien-Frage mit der neuen US-Regierung zu erörtern. Er drückte aus, dass man offen für eine Wiederaufnahme der Kontakte mit Washington sei, sollte Donald Trump erneut Präsident werden: „Wenn Vorschläge aus den USA kommen, wird die russische Seite offen dafür sein. Wir sind bereit, die Kontakte mit den USA fortzusetzen; die Frage ist nur, ob ein Angebot kommt oder nicht“, sagte er.
Der russische Diplomat betonte, dass für beide Seiten akzeptable Lösungen nur durch Verhandlungen erreicht werden könnten, und fügte hinzu: „Wir hoffen, dass diese Verhandlungen stattfinden werden.“