Warnung bezüglich Tayfun Kahraman und Murat Çalık: „Wenn es einen Todesfall gibt“, sagt CHP-Abgeordneter Emir, „wird die Republik darunter begraben“

Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Murat Emir wies auf den ernsten Gesundheitszustand von Tayfun Kahraman und Murat Çalık hin und erklärte: „Dies ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und sollte dort – Gott bewahre – ein Todesfall eintreten, wird die Republik Türkei darunter begraben werden.“

12punto

Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Murat Emir hat die Situation von Tayfun Kahraman, der im Rahmen des Gezi-Prozesses inhaftiert ist und im Gefängnis mit gesundheitlichen Problemen kämpft, sowie des inhaftierten Bürgermeisters von Beylikdüzü, Murat Çalık, im Parlament zur Sprache gebracht. In seiner Rede vor der Generalversammlung sagte Emir: „Was diesen Personen angetan wird, ist eindeutig rechtswidrig, ein Bruch des Rechts und ein Verzicht auf Menschlichkeit. Dies ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und sollte dort – Gott bewahre – ein Todesfall eintreten, wird die Republik Türkei darunter begraben werden.“

„UNMENSCHLICH“

Emir appellierte an die Entscheidungsträger im Fall von Kahraman und Çalık: „Lassen Sie sich nicht auf solche Dinge ein, nur weil Befehle oder Anweisungen eingegangen sind; gewähren Sie den Patienten ihre Rechte und stellen Sie sicher, dass sie die notwendige medizinische Behandlung erhalten. Diese Personen auch nur eine Minute länger in ihren Gefängniszellen festzuhalten, ist eindeutig rechtswidrig und eine unmenschliche Praxis“, betonte er.

„GRENZT AN FOLTER“

Emir erinnerte daran, dass Tayfun Kahraman an Multipler Sklerose (MS) leide, einer schmerzhaften Erkrankung. Er berichtete zudem, dass Kahraman bei Transporten ins Krankenhaus schlecht behandelt worden sei, und merkte an, dass dies den Tatbestand der Folter erfülle.

Bezüglich der Situation von Murat Çalık sagte Emir: „Er hat im Buca-Gefängnis in Izmir 15 Kilo abgenommen und ist vor unseren Augen dahingeschmolzen.“ Emir äußerte die Vermutung, dass die Krankheit erneut ausbrechen könnte, und forderte: „Bringen Sie diese Person zumindest in ein Universitätskrankenhaus, wo sie unter geschützten Bedingungen medizinisch überwacht werden kann.“