Warnung der Europäischen Union an Google... Marktmacht wird eingeschränkt
Die Europäische Union (EU) hat sechs große Technologieunternehmen benannt, deren Marktmacht sie einschränken und für die sie strenge Regeln anwenden wird.
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Die EU-Kommission teilte mit, dass sie im Rahmen des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act) eine Liste der Unternehmen erstellt hat, die die Kriterien für „Torwächter“ (Gatekeeper) erfüllen. Ziel ist es, zu verhindern, dass Unternehmen ihren Nutzern unfaire Bedingungen auferlegen, und sicherzustellen, dass wichtige digitale Dienste offen bleiben.
In der Erklärung der Kommission wurde darauf hingewiesen, dass Alphabet, Amazon, Apple, ByteDance, Meta und Microsoft zum ersten Mal als Torwächter eingestuft wurden. Die genannten Unternehmen haben nun sechs Monate Zeit, um die zusätzlichen Verpflichtungen für ihre 22 gelisteten Kerndienste gemäß dem neuen Gesetz zu erfüllen.
In der Erklärung wurde betont, dass die Behauptungen geprüft werden, wonach Microsoft und Apple bei einigen ihrer Kerndienste nicht als Torwächter gelten sollten. Zudem wurde vermerkt, dass die Kommission Untersuchungen insbesondere zu Bing, Edge, Microsoft Advertising und Apple iMessage eingeleitet hat.
Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass die Kommission trotz Erfüllung einiger Kriterien beschlossen hat, Gmail, Outlook.com und den Samsung-Internetbrowser nicht als „Kerndienstplattformen“ aufzulisten.
MARKTMACHT WIRD EINGESCHRÄNKT
Im Rahmen des im vergangenen Jahr verabschiedeten Gesetzes, das Veränderungen in den Aktivitäten digitaler Plattformen bewirken wird, werden neue Regeln eingeführt, um die Marktmacht großer digitaler Plattformen zu begrenzen.
In diesem Zusammenhang werden große Plattformen, die in Europa tätig sind, einen Marktwert von mindestens 75 Milliarden Euro aufweisen und mehr als 45 Millionen Nutzer erreichen, als „Torwächter“ bezeichnet.
Diese Technologieunternehmen und digitalen Plattformen werden strengeren Regeln unterworfen als andere. Es werden Maßnahmen eingeführt, um zu verhindern, dass diese Firmen in ihren Sektoren unfairen Wettbewerb betreiben.
Im Rahmen des Gesetzes müssen verschiedene Messaging-Dienste dieser Unternehmen interoperabel sein, und es wird verhindert, dass große Plattformen ihre eigenen Dienste gegenüber ähnlichen Diensten von Konkurrenzunternehmen bevorzugen.
Nutzer dürfen nicht daran gehindert werden, vorinstallierte Software oder Anwendungen zu deinstallieren.
Sollten große Unternehmen die festgelegten Marktregeln nicht einhalten, könnten einige ihrer Aktivitäten gestoppt werden. Während die Einhaltung der Verpflichtungen durch diese Unternehmen genau überwacht wird, müssen die Plattformen alle sechs Monate einen Compliance-Bericht vorlegen.
Bei Verstößen gegen die Regeln können gegen Unternehmen mit Torwächter-Status Geldstrafen von bis zu 10 Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes verhängt werden.
Bei wiederholten Verstößen kann die Geldstrafe auf bis zu 20 Prozent erhöht werden. Im Falle anhaltender und systematischer Regelverstöße kann die EU-Kommission diese Firmen zudem dazu verpflichten, bestimmte Geschäftsbereiche zu veräußern.
Die neuen Regeln sollen ab März 2024 angewendet werden.